Rosmarie Pamer spricht von einem Beschluss, der „lange in der Warteschleife war“ und auf den viele warten, die derzeit landauf, landab Investitionen in den Bereich Senioren planen und umsetzen. „Die Baukosten sind in den letzten Jahren allerdings massiv gestiegen, sodass es viele Bauträger wie Gemeinden mit den bisherigen Beiträgen nicht schafften“, so Landesrätin Pamer. Als Folge suchten sie beim Landeshauptmann um zusätzliche Mittel aus den sog. Art. 5-Geldern für Sonderinvestitionen an. Da diese Gelder in Absprache mit den Gemeinden jetzt vor allem in Richtung Bildung (Nachmittagsbetreuung, Kitas, Mensen) fließen, wurde eine Trennung beschlossen. Investitionen im Sozialbereich werden nur mehr über mein Ressort finanziert – und jene für die Senioren jetzt kräftig erhöht.<BR /><BR />Nach wie vor gibt es einen Fixbetrag, sprich eine Summe geschätzter Kosten. Bisher lag diese für ein Bett im Seniorenheim (Neubau) zum Beispiel bei 180.000 Euro. Als Beitrag gab es 60 Prozent davon.<BR /><BR />Jetzt aber werden alle Fixbeträge für stationäre und teilstationäre Investitionen (Tagespflege, begleitetes und betreutes Wohnen) um 80 Prozent erhöht. Der neue Fixbetrag für ein Neubaubett in einem Seniorenheim klettert von 180.000 auf 325.000 Euro. „Das ist der Betrag, mit dem es Sterzing geschafft hat, seine neuen Betten zu bauen“, erklärt Pamer. Von diesem Fixbetrag können je nach eigener Finanzkraft der Gemeinden künftig bis zu 80 Prozent als Beitrag ausgeschüttet werden. <BR /><BR />Im Maximalfall sind das für ein Neubau-Bett im Seniorenheim 260.000 Euro, statt der bisherigen 180.000 Euro – mehr als doppelt so viel. Dasselbe gilt für den Umbau von Seniorenheimen, Umbau für begleitetes Wohnen, für Tagespflegeheime oder Anpassungen von Gemeinschaftsräumen für betreutes Wohnen (siehe Grafik).<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1339419_image" /></div> <BR /><BR />„Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Gemeinden und private Träger weiter in moderne Seniorenwohnheime, Tagespflege und neue Wohnformen investieren können“, so Pamer. Zu den ersten Nutznießern höherer Beiträge werden u.a. der Neubau des Seniorenheims Feldthurns, das geplante Tagespflegeheim Lüsen, das Projekt betreutes Wohnen-Plus im Haus „Angelica“ Meran, das Vorhaben für begleitetes Wohnen der Stiftung Deutschhaus in Sterzing sowie der Umbau für begleitetes Wohnen in Kastelruth zählen.<BR /><BR />Und wie schaut es mit den Finanzmitteln aus? Im Kapitel Investitionen in die Seniorenbetreuung waren bislang 24,7 Mio. Euro. „Mit dem Nachtragshaushalt kommen jetzt weitere 12,6 Mio. Euro dazu“, sagt Pamer.<BR /><BR />Seit 2020 sind die stationären Plätze in den Seniorenheimen um 337 (acht Prozent) auf insgesamt 4.775 Plätze gestiegen. Die Plätze für begleitetes und betreutes Wohnen nahmen um 61 Plätze (20 Prozent) auf 372 zu. Jene für die Tagespflege stiegen um 35 Personen (elf Prozent) an und liegen jetzt bei 332 betreuten Personen.