Dienstag, 01. September 2020

Viel Regen, wenig Hitze: Das war der Sommer 2020

Mit dem heutigen 1. September beginnt der meteorologische Herbst, der Sommer ist zu Ende. Ein „Unwettersommer“, wie Landesmeteorologe Dieter Peterlin schreibt.

Der Sommer 2020 war gezeichnet von Unwettern und Gewittern, wie hier, aufgenommen in St. Ulrich in Gröden im August.
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Der Sommer 2020 war gezeichnet von Unwettern und Gewittern, wie hier, aufgenommen in St. Ulrich in Gröden im August. - Foto: © Claudio Mario Cainelli
Keine markanten Hitzewellen, weniger Tropennächte und zahlreiche Unwetter: So fasst Peterlin den Sommer 2020 zusammen.

„Der Sommer war zwar milder als im langjährigen Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre, aber nur um 0,5 Grad. Im Vergleich zu den vergangenen 3 bis 4 Jahren war er kühler“, beschreibt Peterlin.

Nennenswerte Hitzewellen blieben aus, auch Tropennächte gab es verhältnismäßig wenige: „In Bozen sank die Temperatur in nur 10 Nächten nicht unter 20 Grad Celsius, im vergangenen Jahr gab es noch 25 Tropennächte“, zählt der Experte auf.

Geregnet hat es hingegen sehr viel, teilweise um 40 bis 80 Prozent mehr als gewöhnlich, vor allem aufgrund des vergangenen Wochenendes, an dem es so viel geregnet hat wie normalerweise in einem bis eineinhalb Monaten. Das Video zeigt einen Zusammenschnitt der Überschwemmungen und Muren im Land.

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Am 22. August hingegen waren die Regen- und Hagelfälle so stark, dass sich ein wahrer Sturzbach durch die Meraner Lauben bildete.

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Peterlin hat die Kennzahlen des Sommers zusammengefasst:

Höchste Temperatur: 37,3 Grad Celsius am 1. August in Auer
Tiefste Temperatur: 1,6 Grad Celsius am 1. Juni in Welsberg
Höchste Windgeschwindigkeit: 122 km/h am 22. August in Meran (neuer Stationsrekord)
Blitze bisher im Jahr 2020: 28500
Blitzreichster Tag: 10. Juli mit 4440 Blitzen
Blitzreichste Gemeinden: St. Martin in Passeier und Schenna mit 10,3 Blitzen pro km².
Blitzärmste Gemeinden: Schluderns und Mals mit 0,8 Blitzen pro km²

So fand etwa am 31. Juli über Tisens ein wahres „Blitzlicht“-Gewitter statt:

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Wie geht es weiter?

„Derzeit ist es wechselhaft und relativ kühl, aber Richtung Wochenende wird es deutlich stabiler und wärmer“, verspricht der Landesmeteorologe. „Nach dem Sommer kündigt sich der Spätsommer an.“

Während der meteorologische Herbst am 1. September beginnt, lässt der kalendarische oder astronomische Herbst noch auf sich warten: Dieser beginnt erst am 22. September. Dann ist die Nacht genauso lang wie der Tag.

liz

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