Donnerstag, 14. November 2019

„Viel Zeit am Smartphone ist verlorene Zeit“

Ob als Mediziner oder als Musiker von „Westbound“ – Toni Pizzecco kennen viele. Auch als Buchautor hat sich der begnadete Kommunikator bereits vor Jahren mit dem Bestseller „Mut machen oder mies machen?“ einen Namen gemacht. Nun ist bei Athesia sein neues Buch „Mensch bleiben im digitalen Chaos“ erschienen, das am Mittwoch in der Gärtnerei Schullian vorgestellt wurde.

Toni Pizzecco – Arzt, Musiker und Buchautor.
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Toni Pizzecco – Arzt, Musiker und Buchautor. - Foto: © DLife

Musik von „Westbound“ erzählte von der Strömung, die uns treibt, von verschwimmenden Grenzen zwischen Wirklichkeit und Phantasie, von der Generation, die am Smarthphone hängt.

Wie belasten Smartphone & Co. das Leben und was kann dagegen unternommen werden: Darum geht es im Buch „Mensch bleiben im digitalen Chaos“. Die Buchvorstellen war zugleich Konzert, bei dem der Autor, der Arzt und Musiker Toni Pizzecco, seine Botschaften auch in Musik verpackte.

Den Rahmen zur Buchvorstellung bildete die Gärtnerei Schullian in Bozen, wo schon vor 14 Jahren Pizzeccos Erstlingswerk „Mut machen oder mies machen?“ vorgestellt wurde. „100 Gedanken, die Mut machen“ und „Optimismus-Training“ sind weitere Publikationen des Landarztes von Latsch und Präsidenten des Vereins „Südtiroler Ärzte für die Welt.“

„Ich will wieder Mut machen; wir brauchen heute mehr Mut als sonst“, sagte Pizzecco. Die Welt sei komplizierter und immer schneller geworden – als Folge der Digitalisierung. „Sie stellt unser Leben auf den Kopf – in der Stadt und auf dem Bauernhof, in Europa und in Afrika“, betonte Pizzecco. Das Smartphone habe die Verbindung zur ganzen Welt geöffnet.

Das ständige Vernetzt-Sein ist wie eine Droge

Alle seien auf Plattformen wie Facebook, YouTube und Instagram aufgesprungen – ständig auf der Suche nach Bestätigung und unter ständigem Druck, zeigen zu müssen, wie gut, toll und schön man ist. Vor allem Jugendliche, die täglich viele Stunden am Smartphone hingen, können diesem Druck oft nicht standhalten.

Pizzeccos Buch zeigt auf, welche Auswirkungen das ständige Vernetzt-Sein und das Idealisieren einer virtuellen Welt auf Körper, Geist und vor allem auf das Gemüt hat.

Und es zeigt auch auf, dass Dialog, Abschalten, Information und Regeln – ein Smartphone-Knigge – ein Ausweg sein können.

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br/ds