Erste Frohbotschaften für die Anbieter hat Landesrätin Pamer schon. <BR /><BR />Bislang war das Prozedere folgendermaßen: Nach den Einschreibungen der Kinder konnten die Organisationen bis Ende März um ihre Beiträge bei der Familienagentur ansuchen. Mitte/Ende Juli bekamen sie zumeist die Zusage von der Agentur für den Beitrag zu den anerkannten Kosten, also zumeist erst nach dem Start des Projektes. Die Zahlung des Vorschusses erfolgte dann zeitnah, je nach Situation 50 oder 80 Prozent des zugesicherten Beitrages. <BR /><BR />Für die Endabrechnung haben die Organisationen Zeit bis zum Ende des Folgejahres. Die Familienagentur wartete aber mit der Bearbeitung aller Saldozahlungen bis zu diesem Stichtag. Für die Auszahlungen des (bereits zugesicherten) Restbeitrages hatte sie dann weitere 180 Tage (6 Monate) Zeit. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1010859_image" /></div> <BR /><BR />Für die Organisationen ein untragbarer Zustand, denn diese müssen Personal und Spesen gleich zahlen, nicht erst nach 2 Jahren. Wer nicht auf Rücklagen zurückgreifen kann, muss oft genug einen Überbrückungskredit aufnehmen, auf den Zusatzkosten bleiben die Organisationen sitzen. Zudem hängt in der gesamten Zeit vom Start der Planung bis zur Saldoauszahlung ein Damoklesschwert über den Organisationen: Bei Beanstandungen kann es zu Kürzungen kommen.<BR /><BR /> „Da werden z. B. Arbeitsverträge noch einmal überprüft, ob die eingestellte Person die notwendigen Voraussetzungen mitgebracht hat, es muss ein Fragebogen zur Elternzufriedenheit vorgelegt werden etc“, weiß Ulrich Seitz vom Dienstleistungszentrum für das Ehrenamt (DZE). Unsicherheiten und Risiken, die den Verantwortlichen durchaus schlaflose Nächte bereiten können. <h3> Bei ausständigen Zahlungen wird aufgeräumt</h3>Soziallandesrätin Rosmarie Pamer verspricht nun Abhilfe und lässt zunächst einmal bei den ausständigen Zahlungen aufräumen. 358 genehmigte Ansuchen für das Jahr 2022 liegen der Familienagentur vor, noch kein Antragsteller davon hat bislang die Saldozahlungen erhalten. „Die Hälfte haben wir jetzt bereits bearbeitet, die andere Hälfte folgt in den nächsten Wochen und innerhalb April bekommen alle ihr Geld“, verspricht sie. <BR /><BR />Danach werde man sich um die neuen Ansuchen für 2024 kümmern, die, wie gehabt bis 31. März entgegengenommen werden. Dann allerdings sofort geprüft werden sollen, so dass die Anbieter noch vor Projektstart Zusicherung und 80 Prozent des Beitrages ausgezahlt bekommen sollen. „Parallel dazu werden wir die Saldozahlungen der Beiträge aus dem Vorjahr abarbeiten, jede Abrechnung wird vor zu behandelt“, so Pamer. Und noch etwas verspricht sie: „Im Sommer setzen wir uns zusammen und überarbeiten die Kriterien für Ansuchen und Vergabe.“<BR />