Die Wissenschaft kennt inzwischen einige Hinweise auf eine Covid-19-Erkrankung ohne Symptome.<BR /><BR /><BR /><BR />Dringen Coronaviren über Mund oder Nase in den Körper ein, muss es zwangsläufig zur Erkrankung kommen: Davon gehen viele aus. Doch nicht immer führt Covid-19 zu typischen Symptomen wie Husten, Geruchs- und Geschmacksverlust oder in schweren Fällen zu Luftnot oder Thrombosen. Es gibt auch Patienten, die nichts von ihrer Erkrankung mitbekommen – und davon sogar ziemlich viele, mag man einer US-amerikanischen Studie Glauben schenken. Wissenschaftler der University of Chicago kamen zu dem Schluss, dass nur etwa 13 bis 18 Prozent der Covid-19-Patienten überhaupt Symptome zeigen.<BR /><BR />Darin besteht aber auch die große Gefahr, die von diesem Virus ausgeht. Denn es kann sich gut getarnt verbreiten. Nach einer Berechnung der US-Forscher kann ein asymptomatischer Patient 3 bis 4 andere Menschen anstecken; nicht-symptomatische Infektionen könnten nach den Daten aus den USA für mindestens 50 Prozent der Virusübertragungen verantwortlich sein.<BR /><BR />Die gute Nachricht ist aber: Viele Menschen waren bereits mit dem Coronavirus in Kontakt, ohne dass ihr Körper eine Infektion entwickelte. Einige Symptome, die nicht unbedingt auf eine Covid-19-Infektion schließen lassen, könnten dies anzeigen. Dazu gibt es inzwischen mehrere Studien. <BR /><BR />So weisen Forscher des „College of Optometrists“ darauf hin, dass viele Infektionen mit einem Virus in den oberen Atemwegen zu einer <b>Entzündung der Augen-Bindehaut</b><?O_Fett><?_O_Fett>führen. Nach einer Studie der Vereinigung wurden solche Entzündungen sehr oft bei Patienten diagnostiziert, die sich mit dem Coronavirus angesteckt hatten. Viele Menschen dürften diesen Zusammenhang aber nicht bemerkt und so eine weitgehend symptomfreie Infektion überstanden haben. <BR /><BR />Auf ein anderes Anzeichen für eine symptomfreie Covid-19-Infektion weist ein aktueller Beitrag im „American Journal of Gastroenterology“ hin. Demnach sind Infektionen mit dem Coronavirus sehr oft mit <b>Problemen im Magen-Darm-Trakt</b> verbunden. Bei einer Untersuchung in der chinesischen Stadt Hubei gaben fast die Hälfte von positiv getesteten Patienten an, dass sie unter Verdauungsproblemen leiden, darunter länger anhaltende Magenschmerzen; weil sie keine anderen Beschwerden hatten, hatten sie nach eigenen Angaben auch keinen Verdacht auf eine Covid-Infektion. <BR /><BR />Viele Patienten, bei denen später das Virus nachgewiesen wurde, klagten über <b>außergewöhnliche Müdigkeit und einen allgemeinen Schwächezustand</b>. In zahlreichen Fällen dauern diese Beschwerden auch nach der Genesung an. Mehrere Studien weisen darauf hin, dass das Virus auch die <b>geistige Leistungsfähigkeit</b> herabsetzt, Infizierte klagen beispielsweise über Konzentrationsmängel. Weil diese Symptome oft mit Übermüdung und täglichem Stress in Verbindung gebracht werden, gehen viele Betroffene nicht von einer Infektion mit dem Coronavirus aus. Wer also im vergangenen Jahr für mindestens 3 bis 4 Tage in Folge eine außergewöhnliche Müdigkeit verspürte, könnte in dieser Zeit durchaus das Virus auskuriert haben. <BR /><BR />Schließlich gilt als wahrscheinlich, dass das Coronavirus schon Wochen früher als bisher bekannt für Infektionen sorgte. So ist nicht ausgeschlossen, dass der Erreger bereits im November 2019 in Europa unterwegs war. Wer also gegen Ende des Jahres 2019 auch die inzwischen bekannten klassischen Symptome wie Fieber, Husten, Atemwegsprobleme und Geruchsverlust hatte, könnte das Virus überwunden haben und damit bereits immun sein. <BR /><BR />