<BR /> Die Gemeinde hatte bei der Kassation rekuriert, weil sie Zweifel an der Zuständigkeit des Staatsrates in dieser Sache hegt. Dieser hatte – wie berichtet – die Gemeinde dazu verurteilt, der Bietergemeinschaft Gasser/Ploner 2,7 Millionen Euro Entschädigung zu zahlen – weil ihr der Zuschlag für den Ausbau des Biathlonstadions zu Unrecht verweigert worden war. <BR /><BR /><embed id="dtext86-71792091_quote" /><BR /><BR />Bürgermeister Thomas Schuster zeigt sich zufrieden mit dem bisherigen Verlauf: „Andere warten oft Jahre auf ein Urteil. Dass unser Rekurs so rasch behandelt wird, ist positiv.“ Wie die Entscheidung ausfallen wird, ist für Schuster völlig offen. Sollte die Gemeinde letztlich den gesamten Schadenersatz leisten müssen, werde sich zeigen, ob und in welchem Umfang die Versicherung dafür aufkommt. „Aus unserer Sicht muss sie die gesamte Summe übernehmen.“ Aber auch das werde wohl vor Gericht zu klären sein. Die Gemeinde habe jedenfalls entsprechende Rücklagen gebildet, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.<BR /><BR />Getan hat sich hingegen etwas in Sachen Bezahlung einer Teilschuld. Die Versicherung der Gemeinde hat inzwischen die Hälfte des vom Staatsrat verhängten Schadenersatzes an die Bietergemeinschaft Gasser/Ploner bezahlt – vorbehaltlich einer endgültigen Klärung vor Gericht. Zunächst hatte die Versicherung nur etwa zwei Drittel (900.000 Euro) der über 1,3 Millionen Euro übernehmen wollen, erklärt Schuster.<h3> Wird das Speicherbecken rechtzeitig fertig?</h3>Neben den juristischen Fragen bleibt in Antholz auch die konkrete Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele ein heißes Thema. Ob das geplante Speicherbecken für die Beschneiung rechtzeitig fertig wird, ist laut Schuster ungewiss. „Alles hängt vom Wetter ab. Sollte der Herbst nass und kalt werden, schaffen wir es nicht mehr“, erklärt er. Der Aufbau des Damms sei arbeitsintensiv und könne nur bei stabilem Wetter erfolgen, auch die Verlegung der Beckenfolie sei bei zu niedrigen Temperaturen nicht möglich. Werde das Becken nicht fertig, müsse man für Olympia auf die bisherige Beschneiungsform zurückgreifen. „Dann dauert es rund drei Wochen, bis die Anlagen eingeschneit sind“, sagt Schuster.<BR /><BR />Fest steht dagegen, dass die Paralympischen Biathlonbewerbe nicht in Antholz stattfinden werden, sondern in Tesero im Fleimstal. „Dort werden sie gemeinsam mit den Langlaufbewerben ausgetragen“, erklärt Schuster. In Antholz wären Anpassungen an den Loipen nötig gewesen, „weil diese für die paralympischen Athleten zu anspruchsvoll sind“.