Dienstag, 25. August 2015

Vier Tote - darunter ein Baby - bei Schießerei in Frankreich

Der Angreifer habe „kaltblütig“ ein sechsmonatiges Baby, eine Frau und einen Mann getötet, heißt es. Vier Menschen sind bei einer Schießerei in einem Romalager in Nordfrankreich getötet worden.

Bei einer Schießerei in Nordfrankreich sind vier Menschen getötet worden.
Bei einer Schießerei in Nordfrankreich sind vier Menschen getötet worden. - Foto: © APA/Reuters

Die Schießerei ereignete sich in einem Lager von Sinti und Roma in der Gemeinde Roye, wie die Präfektur des Departement Somme mitteilte. Unter den Todesopfern sei ein Kleinkind und ein Polizist. 

Mann war betrunken

Laut den ersten Berichten ging der Schießerei am Nachmittag ein heftiger Streit voraus. Schließlich eröffnete ein Mann unter dem Einfluss von Alkohol das Feuer, hieß es von der Präfektur.

Der Mann hatte zunächst drei Mitglieder einer Familie erschossen. Als Polizisten am Tatort eintrafen, feuerte der Täter auch auf sie, teilte der ermittelnde Staatsanwalt am Dienstag mit. Bei der Schießerei wurden auch zwei herbeigeeilte Polizisten schwer verletzt. Einer von ihnen starb später, wie die Präfektur mitteilte. 

Weiteres Kind erlitt Herzstillstand

Den Behörden zufolge wurde ein weiteres Kleinkind (3) nach einem Herzstillstand künstlich beatmet.

Der örtliche Präfekt und ein Staatsanwalt besuchten den Tatort. Innenminister Bernand Cazeneuve sprach von einem „absolut dramatischen“ Vorfall. Der Angreifer habe „kaltblütig“ ein sechsmonatiges Baby, eine Frau und einen Mann getötet, sagte Cazeneuve. Der Minster äußerte seine Trauer und sein Mitgefühl mit der Familie der Opfer.

apa

stol