"Es gibt staatliche Vorgaben, die besagen, dass ein Spital eine gewisse Zahl an Tumoroperationen durchführen muss, um die Zertifizierung zu erhalten", so Landeshauptmann Luis Durnwalder am Montag.Bei der onkologischen Chirurgie durch den Raster gefallen sind die Spitäler in Schlanders, Sterzing und Innichen.Welcher Tumor wo operiert werden kannIn Südtirol sterben laut Landeshauptmann Durnwalder jährlich 1400 Personen an einem Tumor.In Bozen können fast alle Tumorerkrankungen operiert werden; nur für Speiseröhrenkarzinome ist im Bozner Spital keine OP möglich.Diese Krankheit muss außerhalb des Landes behandelt werden.In Brixen sind fünf Einrichtungen für Tumore vorgesehen (u.a. Urologie), in Bruneck ebenfalls fünf (u.a. für Schilddrüsen, Brustkrebs und weibliche Geschlechtsorgane).In Meran können – bis auf Pankreaskrebs, der nur in Bozen behandelt wird – alle Tumorkranke operiert werden.Diagnosen und Nachbehandlungen - mit Chemotherapien - seien auch in den Spitälern in Schlanders, Sterzing und Innichen möglich, erklärte Durnwalder.Die chirurgischen Eingriffe selbst werden allerdings in einem der vier zertifizierten Krankenhäuser - Bozen, Meran, Brixen oder Bruneck - durchgeführt"Jeder Kranke will die beste Behandlung - egal wo""Ich weiß, dass es nach dem heutigen Beschluss große Diskussionen geben wird. Aber wir können nicht überall alles anbieten. Ich hoffe, dass die Mitbürger das einsehen. Und Hand aufs Herz: Jeder Kranke will die beste Behandlung, egal wo das ist", so der Landeshauptmann.stol