Alles fing damit an, dass der Arbeitgeber der Frau stutzig wurde. Sie war nicht zur Arbeit erschienen, und auch telefonisch war sie nicht erreichbar. Aus Sorge schlug er Alarm – eine Entscheidung, die sich im Nachhinein als lebensrettend für die Frau herausstellen sollte.<BR /><BR />In der Notrufzentrale griff eine Mitarbeiterin sofort ein und rief das Haustelefon der Frau an. Am anderen Ende meldete sich kein Erwachsener, sondern ihr kleiner Sohn. Ein vierjähriges Kind – allein zu Hause mit seiner bewusstlosen Mutter.<BR /><BR />Die Krankenschwester am Telefon reagierte genau richtig. Mit viel Ruhe, Geduld und Einfühlungsvermögen sprach sie mit dem Jungen, stellte einfache Fragen und hörte genau hin. So verstand sie nach und nach, was passiert war: Die Mama lag bewusstlos da, wahrscheinlich wegen eines Kohlenmonoxid-Lecks. Gleichzeitig gelang es ihr, den Jungen zu beruhigen und ihm das Gefühl zu geben, nicht allein zu sein.<BR /><BR />Währenddessen lief im Hintergrund bereits alles auf Hochtouren. Rettungskräfte und Feuerwehr machten sich auf den Weg und konnten die Wohnung schnell erreichen. Sie brachten Mutter und Kind in Sicherheit und ins Krankenhaus, wo beide versorgt wurden.<BR /><BR />Die Gesundheitsbehörde sprach später von einem Einsatz, der Leben gerettet hat – und von einer Zusammenarbeit, wie sie besser kaum sein könnte: ein aufmerksamer Arbeitgeber, eine hochprofessionelle Notrufmitarbeiterin und schnelle Einsatzkräfte.<BR /><BR />Und mittendrin ein kleiner Junge, der einfach nur ans Telefon gegangen ist und erzählt hat, was er sieht. Ohne zu wissen, wie ernst die Lage ist.<BR /><BR />Auch der Präsident der Region Venetien Luca Zaia fand klare Worte: ein „kleiner großer Held“, der maßgeblich dazu beigetragen hat, eine Tragödie zu verhindern. Gleichzeitig lobte er die Einsatzkräfte und das funktionierende Notfallsystem, das in diesem Moment perfekt ineinandergreifen hat.