Dienstag, 13. September 2016

Villanders: Paolo Russo tot aufgefunden

Seit Sonntagabend hatten die Einsatzkräfte nach dem 35-jährigen Carabiniere gesucht, nachdem dieser von einer Gipfeltour nicht nach Hause zurückgekehrt war. Am Dienstag dann die traurige Gewissheit, Paolo Russo konnte nur noch tot geborgen werden, und zwar weiter entfernt als zunächst vermutet. Sein Leichnam wurde unterhalb des Gamsers in den Sarntaler Alpen gefunden.

Ein Hubschrauber der Firma Elikos hat den Leichnam des abgestürzten Paolo Russo (kleines Bild) entdeckt. - Foto: Bergrettungsdienst/Facebook
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Ein Hubschrauber der Firma Elikos hat den Leichnam des abgestürzten Paolo Russo (kleines Bild) entdeckt. - Foto: Bergrettungsdienst/Facebook

Der 35-jährige, in Bozen wohnhafte Paolo Russo war am Sonntag zu einer Bergtour auf den Villanderer Berg aufgebrochen, eine Tour von der er nicht mehr zurückkam. Noch am Sonntag wurden die Rettungskräfte verständigt, die gegen 19.30 Uhr mit ihrer Suchaktion starteten.

Rund 70 Mann der Bergrettungen von Ritten, AVS Sarntal und Brixen, der Höhlenrettung CSA und der Freiwilligen Feuerwehr von Villanders suchten bis kurz vor 2 Uhr nachts, jedoch ohne Ergebnis.

Am Montag rückten die Suchkräfte um 6 Uhr wieder aus. Im Einsatz standen ca. 80 Mann folgender Organisationen: Bergrettungsdienste Brixen, Sarntal, Ritten, Hundeführer mit Mantrailhunden der Bergrettungsdienste Vintl und Antholzertal, Feuerwehr Villanders, Feuerwehrbezirk Brixen mit Einsatzleitfahrzeug und Disponenten sowie Carabinieri, Finanzwache und Polizei mit Suchhunden. 

4 Hubschrauber im Einsatz

Mit Suchflügen unterstützen mehrere Hubschrauber - Pelikan 2, Finanzwache, Carabinieri und Privathelikopter Elikos - die Suche aus der Luft.

Infolge einiger Hinweise konzentrierte sich die Suche schließlich um den Villanderer Berg. Verschiedene Suchmannschaften durchkämmten das Gebiet um die Gasserhütte, bei der man Paolo Russos Auto gefunden hatte, Richtung Villanders - auf dem Villanderer Berg hatte man außerdem einen Eintrag von Russo im Gipfelbuch gefunden.

Am Dienstag die traurige Gewissheit

Auch am frühen Dienstagvormittag suchten die Einsatzkräfte weiter nach dem Vermissten, die Bodenmannschaften führten eine intensive Suche im Bereich des Villanderer Bergs durch. Gleichzeitig ging man der Handyaufzeichnung des Vermissten nach, die einen südlicheren Standort aufzeigte. Dank eines GPS-Aufzeichnungskonzepts, das von den Bergrettungsdienstes in den letzten Jahren entwickelt wurde, konnte man die abgesuchten Gebiete digital darstellen sowie das neue Suchgebiet eingrenzen. 

Am Dienstag war es dann traurige Gewissheit: Mithilfe eines Privathubschraubers fand man den leblosen Körper von Paolo Russo gegen 14.30 Uhr südlich des Villanderer Bergs und der Sarner Scharte, zwischen Gamser und Windlahn - ersten Informationen zufolge soll er bei seiner Bergtour an die 150 Meter abgestürzt sein.

Paolo Russo, der aus L'Aquila stammte, war beim 7. Carabinieri-Bataillon in Leifers stationiert.

stol

stol