Montag, 12. April 2021

Vinschger Bahn: Unglück jährt sich zum 11. Mal - Opfer unvergessen

9 Menschen starben am 12. April 2010 an der Latschander bei einem Murenabgang auf die Vinschger Bahn. Sie bleiben unvergessen. Zum heutigen Jahrtag gibt es um 9 Uhr eine Schweigeminute.

9 Menschen starben beim Zugunglück am 12. April 2010, 28 Menschen verletzt.
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9 Menschen starben beim Zugunglück am 12. April 2010, 28 Menschen verletzt. - Foto: © LFV
Es war der 12. April 2010 um 9 Uhr - ein Montag Morgen -, als ein Zug der Vinschger Bahn im Bereich der Latschander zwischen Kastelbell und Latsch während der Fahrt von einer Schlammmure erfasst wurde.

9 Menschen starben, 28 weitere wurden verletzt. Ihr Schicksal und jenes der hinterbliebenen Familien bleibt untrennbar mit diesem Tag und diesem Ort verbunden.

Heute, 11 Jahre später, sind die Opfer nach wie vor unvergessen. Um ihrer zu gedenken, wird am Jahrestag des Unglücks jener Zug, der um 9 Uhr die Unglücksstelle an der Latschander passiert, seine Fahrt verlangsamen. Es werden 2 akustische Signale zu hören sein.

Die Südtiroler Landesregierung ruft dazu auf, am heutigen Jahrestag des Unglücks kurz innezuhalten, um das Andenken der Opfer des Vinschger Bahnunglückes zu ehren: des Zugführers Julian Hartmann (25) aus Meran sowie der Fahrgäste Elisabeth Peer (21) aus Tartsch, Franz Hohenegger (73) aus Schlanders, Michaela Zöschg (34 aus Prad), Judith Tappeiner (20) aus Schlanders, Rosina Ofner (36) aus Rifair (Gemeinde Taufers im Münstertal), Michaela Kuenz (18) aus Martell, Regina Tscholl Tappeiner (73) aus Laas und Francesco Rieger (66) aus Kastelbell.

An sie erinnert auch ein Gedenkstein, der gegenüber der Unglücksstelle am Vinschger Radweg errichtet wurde.

Durch den qualifizierten Einsatz der vielen Einsatzkräfte konnten Menschen gerettet und Verletzte gut versorgt werden und es war von Beginn an eine reibungslose und koordinierte Hilfeleistung möglich.

lpa/stol