Das Vinschger Energiekonsortium VEK kann eigentlich auf sehr gute Geschäftszahlen zurückblicken. Die gute Stimmung bei der Vollversammlung wurde jedoch getrübt, denn Obmann Andreas Tappeiner trat nicht mehr zur Wahl an – aus ganz bestimmten Gründen.<BR /><BR />Eigentlich sollte das gesamte Team des VEK in Jubelstimmung sein – bei der Jahresversammlung in Schluderns wurden sehr gute Zahlen präsentiert. So wurden Ende des Vorjahres 6.192 Mitglieder gezählt (2024 waren es noch 5.633) oder knapp 12.000 Stromverträge (nach 11.200 im Jahr 2024). Dem nicht genug: Auch bei den Glasfaser-Internetanschlüssen gab es ein dickes Plus sowie beim verkauften Strom. Auch der Gewinn des Vorjahres kann sich mehr als sehen lassen und beträgt knapp 1,8 Millionen Euro.<BR /><BR />So weit, so gut... könnte man meinen. Dem war aber nicht so, denn das Gerichtsverfahren bzw. die Ermittlungen gegen den langjährigen Obmann Andreas Tappeiner (im Zusammenhang mit dem Fernheizwerk Leeg, Anm.) drückten die Stimmung sehr. Tappeiner trat nämlich nicht mehr zur Vorstandswahl an, was ihm von anwaltlicher Seite aus nahegelegt worden sei, wie zu hören war. Tappeiner wolle sich auf seine Verteidigung konzentrieren und das VEK nicht unnötig belasten, lautete die Begründung. <h3> Viel menschliche Solidarität</h3>Von vielen Seiten wurde Andreas Tappeiner gedankt, aber auch Solidarität ausgesprochen. Er habe vieles getan für den Vinschgau, im speziellen Fall im Energiebereich. VEK-Vizeobmann Jürgen Waldner, Direktor Alexander Telser, aber auch z. B. Bezirkspräsidentin Roselinde Gunsch drückten ihre menschliche Unterstützung für Tappeiner aus und wünschten sich wie wohl alle im Kulturhaus, dass die Verfahren gegen ihn und die übrigen Angeklagten ein gutes und schnelles Ende finden. <BR /><BR />Was den Verlauf der Tätigkeiten an sich betrifft, zeigte sich Vizeobmann Waldner fast schon verwundert. Man habe eigentlich gar nicht mit solch guten Ergebnissen gerechnet, freue sich aber natürlich. Er und Direktor Telser kamen auch auf den Stromskonto für Vinschger Mitglieder zu sprechen, der im Vorjahr bei insgesamt über zwei Millionen Euro lag. <h3>Erfolgreiches VEK und satte Rabatte</h3>Damit konnte dem Durchschnittsunternehmen ein Abschlag von rund 15, der Durchschnittsfamilie von rund 18 Prozent gewährt werden. Das sei nun einmal die Funktion einer Genossenschaft, wurde festgestellt – eine solche versuche, Vorteile für die Mitglieder zu schaffen.<BR /><BR />Dem VEK-Team galt ebenfalls großer Dank. Es wurde auf 30 Personen aufgestockt und leiste gute und vor allem schnelle Dienste, was nicht zuletzt die Wortmeldungen der Mitglieder zeigten. Direktor Telser sprach auch die Investitionen in das Netz von 1,2 Millionen Euro an, welche Verbesserungen der Versorgungssicherheit gebracht haben. Man biete zudem Dienste für z. B. Fernheizwerke an, verwalte ein 650-Kilometer-Stromnetz und weiteres mehr. Bei der Vorstandswahl wurde Renate Weiss gedankt, die nicht mehr kandidierte.