Donnerstag, 30. Januar 2020

Virus-Verdacht auf Kreuzfahrtschiff: Passagiere sitzen bei Rom fest

Nachdem 2 Verdachtsfälle von Coronavirus an Bord des Kreuzfahrtschiffes „Costa Smeralda“ im Hafen von Civitavecchia nördlich von Rom gemeldet worden sind, haben 1143 der über 6000 Passagiere an Bord den Luxusliner die Genehmigung zum Verlassen des Schiffes erhalten.

Die Passagiere, die an Bord geblieben sind, dürften die Kreuzfahrt fortsetzen, sollten die Verdachtsfälle nicht bestätigt werden. - Foto: © APA/afp / FILIPPO MONTEFORTE

Von Bord sollen die Passagiere gehen, die die Kreuzfahrt beendet haben und für die der Ausstieg im Hafen Civitavecchia vorgesehen war. Die Passagiere, die an Bord geblieben sind, dürften die Kreuzfahrt fortsetzen, sollten die Verdachtsfälle nicht bestätigt werden. Die Landungsgenehmigung wurde von den Gesundheitsbehörden erteilt, die an Bord des Schiffes gegangen waren und sich um den Fall kümmern.

3 Ärzte waren am Donnerstagvormittag an Bord gegangen, um von der 54-jährigen Frau und ihrem Mann aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Macao Proben zu nehmen. Das chinesische Paar befinde sich in Isolierung an Bord des Schiffes. Mit Ergebnissen der Analysen, die im römischen Krankenhaus „Spallanzani“ durchgeführt wurden, wird am Donnerstagnachmittag gerechnet. Das Krankenhaus ist auf Infektionskrankheiten spezialisiert. Laut inoffiziellen Kreisen wurden die beiden Verdachtsfälle nicht bestätigt.

In Italien wurden einige Verdachtsfälle auf Coronavirus gemeldet, die jedoch nicht bestätigt wurden. Hoteliers in Rom beklagten, dass tausende chinesische Touristen ihre Aufenthalte in der Metropole abgesagt haben.

apa