Samstag, 30. Mai 2020

„Vishing“: Postpolizei warnt vor Telefonbetrügern

Anzeigen von Bürgern in Bezug auf nicht bewilligte Abbuchungen bei ihren Kreditkarten aufgrund von Telefonbetrug haben in letzter Zeit zugenommen, wie die Postpolizei von Bozen bestätigt. Derartige Betrügereien sind auch unter dem Begriff „Vishing“, also „Voice-Phishing“ oder auch „Sprach-Phishing“, bekannt.

Es ist äußerst wichtig, vorsichtig mit sensiblen Daten umzugehen.
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Es ist äußerst wichtig, vorsichtig mit sensiblen Daten umzugehen. - Foto: © Quästur Bozen
Dabei werden die Opfer solcher Betrugsfälle telefonisch von den Betrügern kontaktiert und auf mutmaßliche „Unregelmäßigkeiten“ bei der Verwaltung der Kreditkarte oder des Girokontos hingewiesen. Die vermeintlichen Bankmitarbeiter wollen den Opfern einreden, dass es notwendig sei, Sicherheitsverfahren zu aktivieren. Die Opfer sollen demnach einen Bestätigungscode vorlesen, welchen sie per Nachricht auf das Mobiltelefon erhalten. Hierbei handelt es sich um einen Berechtigungscode für eine Transaktion, welche die Täter versuchen, per Internet gegen das ahnungslose Opfer auszuführen.

Tatsächlich müssen Cyberkriminelle, die zuvor in den Besitz von Kreditkartendaten (Kartennummer, Ablaufdatum und CVV) gekommen waren, diesen Sicherheitscode kennen, um eine laufende Transaktion abzuschließen und somit den Betroffenen das Geld abzuziehen. Die Betrugsopfer stellen meist erst später fest, dass tatsächlich nicht bewilligte Bewegungen erfolgt waren, wie der Kauf von Waren im Wert von mehreren tausend Euro.

Derartige Fälle zeigen einmal mehr, wie wichtig es ist, vorsichtig mit sensiblen Daten wie Passwörtern umzugehen und diese niemals per Telefon, Social Media oder E-Mail weiterzugeben. Im Bedarfsfall soll man sich an die Post- und Kommunikationspolizei wenden, die Anzeigen entgegennimmt und in ihren Büros sowie über ihre virtuellen Kanäle Unterstützung und Aufklärung bietet.


stol