Am 17. April 2026 jährt sich sein Todestag zum 100. Mal. Der Museumsverein und die Gemeinde erinnern mit mehreren Initiativen an Bozens letzten deutschsprachigen Bürgermeister, der 1922 von den Faschisten abgesetzt wurde.<BR /><BR />Auf einer Pressekonferenz am Freitag im Stadtmuseum - das ebenfalls in der Amtszeit von Perathoner errichtet und 1905 von ihm eröffnet wurde –, bezeichnete Walter Landi, Präsident des Museumsvereins Bozen, Perathoner als „Schlüsselfigur für unsere Stadt“. <BR /><BR />Bürgermeister Claudio Corrarati sprach von einem „mutigen Visionär“, der ein Erbe hinterlassen habe, dem die Stadt nicht immer gerecht worden sei. Perathoner habe Bozen in allen Bereichen modernisiert, sagte Corrarati, der an den Zusammenschluss von Bozen und Zwölfmalgreien 1911 erinnerte. Damit wuchs das weniger als einen Quadratkilometer kleine Bozen auf 33 Quadratkilometer.<h3> Festakt am 17. April auf Bozner Rathausplatz </h3>Eva Gratl, Vizeobfrau des Museumsvereins, stellte schließlich die Veranstaltungen vor. Am 17. April werden bei einem Festakt auf dem Rathausplatz ab 19 Uhr das Leben, das Wirken und das Vermächtnis von Perathoner gewürdigt. Neben den Rednern Landi und Christoph von Ach wird auch Klaudia Perathoner, eine Nachfahrin des großen Bürgermeisters, sprechen. Bürgermeister Corrarati und Vizebürgermeister Stephan Konder werden über das Thema Zukunft und die fortdauernde Bedeutung von Perathoners Visionen für Bozen sprechen. <h3> Szenische Lesung am 24. April im Ehrensaal des Merkantilgebäudes </h3>Am 24. April wird im Ehrensaal des Merkantilgebäudes die szenische Lesung „Julius Perathoner – ein Epilog“ stattfinden. Beide Veranstaltungen werden von mehreren Bozner Vereinen begleitet, zu denen Perathoner eine besondere Beziehung hatte – darunter der Männergesangverein, bei dem er 47 Jahre als Vorstand tätig war. Im Anschluss an die Pressekonferenz wurde eine Sonderausstellung im Stadtmuseum eröffnet, die dienstags bis sonntags von 10 Uhr bis 18 Uhr zu sehen ist.