Das Krankenhaus bestätigte den Aufenthalt. Italienische Medien berichten von einem schweren bzw. kritischen Zustand. Über die konkrete Ursache wurden bislang keine Details bekannt.<BR /><BR />Bereits im vergangenen Jahr war Sgarbi in derselben Klinik wegen gesundheitlicher Probleme behandelt worden. Damals sprach er auch öffentlich über eine schwere depressive Phase, von der er sich nach eigenen Angaben anschließend wieder erholte. Er berichtete seinerzeit von einem starken Gewichtsverlust. Zudem schilderte er erhebliche körperliche Beschwerden und längere Phasen, in denen er viel Zeit im Bett verbrachte. Sein Zustand hatte sich 2024 nach seinem Rücktritt vom Posten des Kultur-Staatssekretärs verschlechtert. Den Rücktritt begründete er mit einer strafrechtliche Untersuchung wegen angeblicher Geldwäsche und Diebstahl eines Kunstgemäldes.<BR /><BR />Der Kunstkritiker hat bereits mehrere schwere gesundheitliche Probleme hinter sich. 2021 war er von einem Tumor geheilt. 2016 war er wegen einer akuten Herzproblematik in Modena behandelt worden. Nach seinen damaligen Angaben führten Ärzte eine dringende Angioplastie nach einer Ischämie durch.<BR /><BR />Trotz seiner gesundheitlichen Schwierigkeiten trat Sgarbi in diesem Jahr mehrfach öffentlich auf. Im Mai sprach er in Ferrara anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Tageszeitung „Corriere della Sera“ über seine schwierige Lebensphase. Im Gespräch mit dem Journalisten Aldo Cazzullo bezog er sich unter anderem auf Edvard Munchs Gemälde „Der Schrei“, das er mit Einsamkeit und der menschlichen Existenz in Verbindung brachte. Ende August war er in Rovereto, wo er als Präsident des Museums Mart die weitere Entwicklung des Hauses mitgestaltete.<BR /><BR />Sgarbi steht dem Museum Mart in Rovereto unentgeltlich vor. Im August 2026 traf er sich mit der Museumsdirektorin Micol Forti, um die künftige Ausstellungspolitik zu beraten und die Aktivitäten des Museums weiterzuentwickeln. In den vergangenen Jahren war er zudem an der Planung mehrerer Ausstellungen in Rovereto beteiligt, darunter Präsentationen zum Surrealismus und zu den Etruskern.<BR /><BR />Sgarbi hatte zuletzt auch wegen seiner bezahlten Nebentätigkeiten während seiner Zeit als Kulturstaatssekretär für Schlagzeilen gesorgt. <BR /><BR />Konkret ging es um 121 bezahlte berufliche Auftritte bzw. Tätigkeiten. Die Staatsanwaltschaft verlangte deshalb rund 200.249 Euro von ihm zurück. Im September 2026 wurde Sgarbi vom Rechnungshof freigesprochen. Die Richter sahen keinen nachgewiesenen finanziellen Schaden für den italienischen Staat und wiesen die Forderung über 200.249 Euro zurück.