„Ich freue mich mit meiner Tochter Sophie auf die neue Aufgabe“, sagt er. Erste Hüttenerfahrung machte er als Bub als Abspüler auf dem Schlernhaus.<BR /><BR />In den vergangenen Jahren hatte es auf der Meraner Hütte immer wieder Pächterwechsel gegeben. „Das ist auch für uns als AVS anstrengend“, sagt ein Insider. Nun soll ab Juni Michael Gasser, Cousin des Schlernhaus-Hüttenwirts Harald Gasser, als Pächter die Schutzhütte übernehmen. „Ich habe als Bub auf dem Schlernhaus abgespült“, sagt Gasser. Er war in den letzten zwölf Jahren Chefkoch des Vier-Sterne-Hotels Emmy in Völs. „Da sind die Tage abends oft sehr lang“, sagt er. Das Wandergebiet Meran 2000 kennt er vom Skifahren im Winter. „Es gefällt mir sehr gut dort oben“, sagt er. Nun sei er mit seiner Tochter Sophie (22), auch sie verfügt bereits über viel Erfahrung auf Hütten und in Hotels, dabei, sich auf die Sommersaison vorzubereiten. „Das Arbeiten haben wir schon gelernt. Jetzt suchen wir noch Studenten für die Sommersaison“, sagt der Völser. Die Laufzeit des Pachtvertrages beträgt ein Jahr und ist verlängerbar.<h3>„Ehrenamtliche werden dringend gesucht“ </h3>Aber zurück zur Meraner AVS-Jahresversammlung. Vorsitzender Elmar Knoll erinnerte daran, dass die Meraner AVS-Sektion 1870 aus der Taufe gehoben wurde und am 9. Juli 1946 wiedergegründet wurde. „Übrigens die erste AVS-Sektion Südtirols, die wiedergegründet wurde“, so Knoll. „Aber wir brauchen dringend ehrenamtliche Mitarbeiter, da im nächsten Jahr Arrivierte das Handtuch werfen werden, auch angesichts des Rattenschwanzes an Bürokratie. Wir brauchen dringend Ehrenamtliche, die helfen, die Sektion weiterzuführen“, sagte Knoll.<BR /><BR />Was die Meraner Hütte betreffe, wolle man noch vor Saisonbeginn den Belag der Terrasse erneuern. Und was den neuen Hüttenwirt betreffe, sagte Knoll nur so viel: „Wir hoffen, dass er unseren Vorstellungen entspricht.“<BR /><BR />Dann ließ Knoll die umfangreiche Tätigkeit des vergangenen Meraner AVS-Jahres Revue passieren. Die AVS-Sektion Meran zählt sieben Ortsstellen – Meran, Algund, Dorf Tirol, Marling, Partschins, Schenna und Vöran – mit 8.041 Mitgliedern.<BR /><BR />Was die Kletterhalle betrifft, die der Meraner AVS führt, wurden 2025 36.278 Besucher gezählt. Unter anderem wurden über die Kletterhalle neun Wochen Sommercamp für 216 junge Teilnehmer organisiert. Und genau diese beliebte Kletterhalle, die aus allen Nähten platzt, ist ein wunder Punkt des Meraner AVS. „Seit zwölf Jahren bemühen wir uns um eine Erweiterung, ließen auf eigene Kosten Vorprojekte erstellen, es gab eine Menge an Treffen und Vorsprachen, aber inzwischen sind wir im Land die letzten in der Reihung beim Bau großer Kletterhallen. Daher unsere Bitte an die politisch Verantwortlichen. Setzt dieser Never-Ending-Story endlich ein Ende“, appellierte Knoll.<BR /><BR />„Langsam weiß ich auch nicht mehr, was ich sagen soll. Es ist eines unserer Herzensprojekte. Wir werden einen Weg finden, es umzusetzen“, sagte Merans Bürgermeisterin Katharina Zeller und erinnerte daran, dass Vizebürgermeister Nerio Zaccaria und seine Partei von diesem Projekt nicht überzeugt seien, weil die Kosten mit mittlerweile 14 Millionen Euro zu hoch seien. „Wir wären gerne schneller“, so Zeller. Sie sei überzeugt, dass es eine größere Halle brauche. Und was die Gemeindebeiträge für den AVS anlangt, wolle man nochmals alles genau überprüfen.<BR /><BR />Auch AVS-Landesvorsitzender Georg Simeoni schlug in dieselbe Kerbe: „Die Sektion Meran hat es sich verdient, eine anständige Kletterhalle zu haben. Hier wäre es höchst an der Zeit, dass man politisch jemanden hinten eine hinaufstößt. Zumal immer kritisiert wird, die Jugend sei zu wenig sportlich unterwegs. Eine neue Halle wäre in dieser Hinsicht eine sinnvolle Ergänzung“, so AVS-Chef Simeoni. Gleichzeitig dankte er Knoll für dessen Einsatz beim Umbau der Sesvenna-Hütte.