Samstag, 12. November 2016

Vogelgrippe auch in zweitem Vorarlberger Betrieb nachgewiesen

Der zweite Verdachtsfall auf Infektion mit dem für Vögel hoch pathogenen H5N8-Virus in einem Hühnerbetrieb in Möggers (Bezirk Bregenz) in Vorarlberg hat sich am Samstag endgültig bestätigt. Die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) habe ihm das Ergebnis telefonisch mitgeteilt, bestätigte Agrar- und Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler (ÖVP) der APA.

In diesem Betrieb in Hard im Bezirk Bregenz ist am Freitag ein erster Fall von Vogelgrippe bekannt geworden.  - Archivbild
In diesem Betrieb in Hard im Bezirk Bregenz ist am Freitag ein erster Fall von Vogelgrippe bekannt geworden. - Archivbild - Foto: © APA

In dem Hühnerzuchtunternehmen müssen nun rund 4.000 Tiere getötet und anschließend seuchensicher entsorgt werden. Da der Betrieb direkt an der Grenze zu Bayern liegt, wurde die Schutzzone von drei Kilometern und die Überwachungszone von zehn Kilometern rund um den betroffenen Geflügelhof auch auf deutsches Staatsgebiet ausgedehnt.

Noch am Freitagabend habe es eine Telefonkonferenz des Gesundheitsministeriums mit den Vorarlberger, Schweizer und deutschen Behörden gegeben, wo das weitere Vorgehen beschlossen wurde, sagte Schwärzler auf APA-Nachfrage.

Stallpflicht für Betriebe und private Halter

Mit der Einrichtung der beiden Zonen, die unter anderem eine Stallpflicht für gewerbliche Geflügelbetriebe und private Halter vorsieht, soll ein Ausbreiten der Epidemie verhindert werden. Die Inkubationszeit des Virus betrage laut Veterinärmedizinern nur wenige Tage, weil das H5N8-Virus für die Tiere extrem aggressiv sei.

Das derzeit kalte Wetter sei zudem von Vorteil, meinte der Agrarlandesrat. Zusätzlich appellierte er auch an private Tierhalter, die Stallpflicht für ihr Geflügel im Eigeninteresse auf jeden Fall einzuhalten.

Zweiter Fall

In Vorarlberg war erst am Freitag in einem biozertifizierten Putenzuchtbetrieb in Hard (Bezirk Bregenz) bei mehreren Tieren die für Vögel gefährliche Vogelgrippe vom Typ H5N8 nachgewiesen worden. Als Konsequenz daraus wurde der Betrieb komplett gesperrt, die 1.100 Tiere werden gekeult und im Anschluss entsorgt.

apa

stol