Proveis gehört neben Laurein und Unsere liebe Frau im Walde – St. Felix zum Deutschnonsberg. Ein Referendum wird in den nächsten Wochen nur in den Trentiner Gemeinden des Tales durchgeführt. „Bären werden aber auch bei uns manchmal gesichtet und richten Schäden an“, erzählt Gamper. Ein Referendum sei eine Stimmungsmacherei ohne politische Auswirkungen. <h3> Für Bären spielen Gemeindegrenzen keine Rolle</h3>Hartmann Thaler, Bürgermeister von Laurein, spricht sich hingegen für ein Referendum in allen Gemeinden aus, in denen Bären leben. Denn, „der Bär kennt keine Grenzen. Andrea Papi ist im Vorjahr von einem Bären tödlich verletzt worden. Der Angriff ereignete sich nur 25 Kilometer von uns entfernt.“ <BR /><BR /><embed id="dtext86-67162040_quote" /><BR /><BR />Gabriela Kofler, Bürgermeisterin von Unsere liebe Frau im Walde – St. Felix sagt: „Es entspricht der Realität, dass immer mehr Bären in besiedelte Gebiete vorrücken. Auch wir sind davon betroffen.“ Die Sorgen und Nöte der Menschen kann sie deshalb gut nachvollziehen. <BR /><BR /> Am 14. November wird Kofler mit weiteren Südtiroler und Trentiner Bürgermeistern im Regionalrat bei einer Anhörung zum Großraubwild vor dem Gesetzgebungsausschuss sprechen. <h3> Am Sonntag erstes Referendum in Val di Sole</h3>98 Prozent der Wähler sprachen sich am Sonntag beim Referendum in Val di Sole (Sulzberg) dafür aus, dass die Anwesenheit von großen Raubtieren wie Bär und Wolf eine ernsthafte Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellt. Die Wahlbeteiligung lag bei 64 Prozent. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/ein-ganzes-tal-erhebt-seine-stimme-baeren-sind-eine-gefahr-fuer-uns" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">„Eine deutliche Botschaft“ sagten die Organisatoren.</a><BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/6000-unterschriften-gegen-baeren-gesammelt-ziel-referendum" target="_blank" class="external-link-new-window" title="6000 Unterschriften gesammelt">Wie berichtet </a> sammelte das Komitee „Gemeinsam für Andrea Papi“ für das Referendum über 6000 Stimmen. Es hat aber hauptsächlich symbolischen Charakter. Man erhofft sich nun gegenüber den provinziellen, staatlichen und europäischen Institutionen stärker auftreten zu können. <h3> Einschneidende Maßnahmen gefordert</h3>Das Komitee fordert eine Änderung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, die den Bären als besonders geschützte Art einstuft. „Wir wollen das ‚Life Ursus‘-Projekt vollständigen überarbeiten“, erklärte der Präsident Pierantonio Cristoforetti. Es brauche einschneidende Maßnahmen, um die Bärenpopulation im Trentino einzudämmen. <BR /><BR />Die Trentiner Kammerabgeordnete Alessia Ambrosi (Fratelli d'Italia) bezeichnete die Volksbefragung in einer Aussendung als „eine wichtige Abstimmung, damit wir unsere Forderungen nach mehr Abschüssen durchsetzen können.“ <h3> Kritik kommt von Tierschützern</h3>Unterdessen kritisieren die Liga gegen Tierversuche (LAV) und die Tierschutzvereinigung ENPA die Volksbefragung und weisen darauf hin, dass sie keine rechtliche Verbindlichkeit hat. In einer Aussendung schreiben sie, dass die Bürger, die sich mehr Sicherheit wünschen, sich an die Wissenschaft wenden sollen, um hilfreiche Informationen für ein friedliches Zusammenleben zu sammeln.