Donnerstag, 02. April 2015

Volksschullehrerin zockt durch Schneeballsystem ab

Eine 53-jährige Lehrerin aus Wien soll mit einem Pyramidenspiel weit mehr Personen um Geld betrogen haben als bisher bekannt. Bei der Polizei meldeten sich weitere Opfer – bis zu 100 Menschen könnten betroffen sein.

Die Wiener Lehrerin soll mehrere Personen mit dem Pyramidenspiel betrogen haben. Foto: BPD Wien
Die Wiener Lehrerin soll mehrere Personen mit dem Pyramidenspiel betrogen haben. Foto: BPD Wien

Nach der Veröffentlichung eines Fotos der 53-Jährigen Mitte März meldeten sich elf weitere Opfer, hieß es seitens der Polizei. Zuvor waren fünf Betroffene bekannt.

Bis zu 100 Opfer von Pyramidenspiel?

Es könnten aber bis zu 100 Personen involviert gewesen sein. Neben den insgesamt 16 Opfern meldeten sich bisher auch 16 Zeugen, die der betrügerischen Masche nicht aufgesessen waren, bei der Polizei. Als Schadensumme wurden vorerst 160.000 Euro angenommen.

Diese könnte durch eine hohe Dunkelziffer jedoch auch in den Millionenbereich steigen, erläuterte Eidenberger. Laut Ermittlern waren zu Spitzenzeiten nämlich bis zu 100 Personen in das Pyramidenspiel eingebunden.

53-jährige Wienerin war “Mastermind”

Die Frau soll im Osten Österreichs mehrere Pyramiden-Gruppen zu je acht Personen zusammengestellt haben. Auch in Niederösterreich und im Raum Graz gab es solche Formationen.

Auch Komplizen dürfte es gegeben haben, die sich zusätzlich als Mitglieder tarnten. “Mastermind” aber soll die Volksschullehrerin gewesen sein, hielt der Polizeisprecher fest. Sie wurde wegen gewerbsmäßigen Betrugs auf freiem Fuß angezeigt.

apa

stol