Freitag, 20. Mai 2016

Vollversammlung des SJR: "Grenzkontrollen sind keine Lösung"

In der Vollversammlung des Südtiroler Jugendrings, die vor Kurzem stattgefunden hat, ist eine Resolution verabschiedet worden, die Grenzkontrollen in den EU-Mitgliedstaaten als Lösung der Flüchtlingskrise nicht befürwortet. Im Mittelpunkt standen des Weiteren die Stärkung der Vernetzung in der Jugendarbeit und die Aufnahme von Animativa als Vollmitglied.

Die Teilnehmer der Vollversammlung des Südtiroler Jugendrings. - Foto: SJR
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Die Teilnehmer der Vollversammlung des Südtiroler Jugendrings. - Foto: SJR

„Grenzkontrollen in den Mitgliedstaaten der EU sind keine Lösung der Flüchtlingskrise. Daher lehnen wir auch vehement eine Wiedereinführung der Grenzkontrollen am Brenner ab“ brachte es Martina De Zordo, SJR-Vorsitzende, auf den Punkt.

Der SJR sei zwar, wie sie in einer Presseaussenung mitteilt, erfreut, dass es derzeit keine Kontrollen am Brenner geben soll, fordere aber, dass dieses auch zukünftig so gehandhabt wird. Daher wurde die entsprechende Resolution von den SJR-Mitgliedsorganisationen einstimmig verabschiedet.

"Es gilt humanitäre Lösungen zu finden"

In dieser unterstreicht der SJR, dass die Flüchtlingskrise, die ganz Europa betrifft, nicht durch Maßnahmen einzelner Staaten gelöst werden kann. Es braucht gemeinsame Maßnahmen auf europäischer Ebene, insbesondere auch in Bezug auf die Bekämpfung der Fluchtursachen.

„Es gilt humanitäre Lösungen zu finden für die zahlreichen Menschen, die vor Krieg und Terror fliehen und Europa um Hilfe bitten. Ich hoffe auf ein dementsprechendes Handeln“, so De Zordo.

Zusammenarbeit und Netzwerkarbeit

Wie wichtig Zusammenarbeit und Netzwerkarbeit für die Jugendarbeit sind, sei im Rahmen der Vollversammlung einmal mehr deutlich geworden, schreibt der SJK in seiner aussendung weiter. Gemeinsam sei reflektiert worden, bei welchen Aktionen und Projekten eine Zusammenarbeit Sinn mache.

AGJD (Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste), JUKAS (Jugendhaus Kassianeum), n.e.t.z. (Netzwerk der Jugendtreffs und –zentren Südtirols), Forum Prävention, Verein für freiwillige Arbeitseinsätze und das deutsche Amt für Jugendarbeit stellten jeweils Projekte vor, bei denen sie sich eine Zusammenarbeit mit anderen Partnern erhoffen.

Verein "Animative" als neues Mitglied des SJR aufgenommen

„Dadurch wird genau da, wo es Sinn macht, gemeinsam vorgegangen, um im Interesse der Kinder und Jugendlichen mehr erreichen zu können. Wenn Teamarbeit funktioniert, dann ist das Ergebnis daraus wesentlich mehr als die Summe der Einzelteile“ freute sich Michael Peer, SJR-Geschäftsführer, über den wertschätzenden und fruchtbringenden Austausch.

Zudem wurde der Verein "Animativa" einstimmig als ordentliches Mitglied des SJR aufgenommen. „Es freut uns sehr, mit dem Verein Animativa eine weitere Mitgliedsorganisation im SJR zu haben, die wertvolle Perspektiven und Ideen im Interesse der Kinder und Jugendlichen miteinbringt“, unterstreicht De Zordo.

Grußworte überbrachten Landesrat Philipp Achammer und Landesrätin Waltraud Gebert-Deeg, die die Wichtigkeit der Vernetzung auch in der Jugendarbeit unterstrichen.

stol

stol