Dienstag, 29. März 2016

Vom „Bösen“ angestiftet, vom „Guten“ gebremst: Haft für Burggräfler

Zu 7 Jahren und 10 Monaten Haft mit vorhergehenden 3 Jahren Sicherheitsverwahrung in einer gerichtspsychiatrischen Anstalt hat Richter Walter Pelino am Dienstag den Burggräfler (47) verurteilt, dem vorgeworfen wurde, eine Bekannte während eines Ägypten-Urlaubs vergewaltigt zu haben.

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Foto: © D

Dem Mann wurde auch Stalking und Tötung von Tieren angelastet.

Er soll Überwachungskameras in der Wohnung der Frau installiert und ihre Hasen getötet haben. Dem Opfer sprach der Richter 30.000 Euro Schadenersatz zu. 

Laut psychiatrischem Gutachten ist der Burggräfler hochintelligent, doch nur teilweise zurechnungsfähig und gemeingefährlich. Die Verteidigung des Mannes hatte Unterlagen beigebracht, wonach der 47-Jährige von einem Chat-Freund zur sexuellen Gewalt angestiftet worden sei.

Für die Existenz dieses Freundes gibt es aber keine Beweise.

Im Gegenteil: Wahrscheinlicher sei eine Persönlichkeitsstörung – nämlich dass er sich die Internet-Bekanntschaften selbst erschaffen habe: den „bösen“ Chat-Freund, der ihn zur Straftat anstiftet und einen anderen, „guten“ Bekannten, der ihm droht, sollte er der jungen Frau etwas antun.

rc

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stol