Wem das Wildbad Innichen gehört, ob tatsächlich ein Besitzerwechsel ansteht und was die Gemeindeverwaltung zu tun gedenkt, um das Kleinod zu retten – die Details. <BR /><BR />Die Zukunft des denkmalgeschützten Ensembles zwischen Innichen und Sexten ist am Donnerstag Thema im Gemeinderat.<BR /><BR /> In einer Anfrage will Rosmarie Burgmann für die „Liste Innichen 2020“ wissen, was es mit den Gerüchten über einen Verkauf der Kaiserwasser GmbH, in deren Besitz sich das Wildbad befindet, durch die Forst AG auf sich habe. Und ob sich in einem solchen Fall die Gemeinde um das denkmalgeschützte Gebäude bemühen wolle. <BR /><BR />„Wir wissen offiziell von keinem Verkauf oder Besitzerwechsel“, erklärt dazu Bürgermeister Klaus Rainer. Er beruft sich dabei auf das Grundbuch und den Handelskammerauszug von Mitte Februar, in dem die Kaiserwasser AG weiterhin als Eigentümerin des Gebäudes aufscheine. Daraus lasse sich auch schließen, dass die Firma Forst den Betrieb Kaiserwasser nicht veräußert habe, sagt Rainer.<h3> Vorverkaufsrecht geltend machen</h3>Allerdings sei man in Sachen Wildbad bereits seit Längerem in Kontakt mit der Landesverwaltung, die im Falle eines Verkaufes ein Vorverkaufsrecht für das denkmalgeschützte Gebäude geltend mache könne. „Das kann aber erst dann beurteilt werden, wenn das Gebäude wirklich veräußert werden sollte und sobald die Kosten definiert sind. Als Gemeinde allein werden wir das Geld dafür nicht aufbringen können“, sagt der Bürgermeister. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1009826_image" /></div> <BR /><BR />Dass das Gebäude zusehends verfalle, ist unbestritten. Vor 5 Jahren habe es auf Intervention einiger Bürger aufgrund der Einsturzgefahr des östlichsten Turmes einen Lokalaugenschein des Landesdenkmalamtes gegeben, erklärt Rosmarie Burgmann. In der Folge sei der Eigentümer verpflichtet worden, mit einem Holzgerüst die restlichen Mauerteile im östlichen Teil zu sichern. <h3> „Retten, was noch zu retten ist“</h3>Interventionen von verschiedenen Seiten und Initiativen auch von Innichner Unternehmern, um einen weiteren Verfall des Gebäudes aufzuhalten, hat es in der Vergangenheit mehrere gegeben – erfolglos. Klaus Rainer verweist darauf, dass der Gemeindeverwaltung, dem Landesdenkmalamt und einzelnen Landesrätinnen und Landesräten die Situation des Wildbades von Innichen seit geraumer Zeit bekannt sei. Es habe mehrere Lokalaugenscheine gegeben, Ideen und Konzepte seien entwickelt worden, aber es sei nie zu einem wirklichen Projekt zur Erhaltung des Ist-Zustandes gekommen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1009829_image" /></div> <BR /><BR />Man wolle aber baldigst mit dem nun zuständigen Landesrat Philipp Achammer und Landeskonservatorin Karin Dalla Torre Kontakt aufnehmen, um weitere Schritte zu besprechen. „Wir sind uns bewusst, dass für das Wildbad so bald wie möglich eine Lösung gefunden werden muss, um zu retten, was noch zu retten ist“, sagt der Bürgermeister.<BR />