<b>Von Miriam Roschatt</b><BR /><BR />Einmal im Leben mit Schauspielgrößen wie Meryl Streep, Stanley Tucci und Anne Hathaway vor der Kamera stehen – oder mit Popikone Lady Gaga mal eben „ratschen“: Davon träumen viele. Für die 23-jährige <b>Feldthurnerin Hanna Brunner</b>, die in Mailand lebt und als Model arbeitet (u.a. für Tezenis, Zalando, Goldenpoint, Louis Vuitton und Gucci), wurde genau dieser Traum im vergangenen Herbst plötzlich Realität. Drei Tage lang wirkte sie – ebenso wie die Boznerin Nike Hapkemeyer – beim Dreh für den Film „Der Teufel trägt Prada 2“ als Statistin mit – und erlebte so einiges, was sie wohl nie in ihrem Leben vergessen wird. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1313181_image" /></div> <BR /><BR /><b>Frau Brunner, ein Set voller Hollywood-Größen – und mittendrin Sie als Teil von „Der Teufel trägt Prada 2“: Wie kam es dazu?</b><BR />Hanna Brunner: Ich habe im September 2025 auf der Mailänder Fashion Week als Model gearbeitet und dort vom Casting erfahren, bei dem sie Model-Statistinnen für den Film suchten. Ich wusste zwar, dass die Chancen, dass sie mich nehmen, sehr gering waren, weil niemand so genau wusste, wonach sie eigentlich suchen, aber ich habe es trotzdem versucht. Also dachte ich mir: Ich muss irgendwie auffallen – und genau das ist mir wohl gelungen. Es war an diesem Tag nämlich extrem heiß, und ich bin mit einem Pelzmantel vor die Jury getreten. Ich glaube, damit bin ich ihnen in Erinnerung geblieben. (lacht)<BR /><BR /><BR /><b>Und dann kam die Zusage …</b><BR />Brunner: Ja, wirklich unglaublich! Noch im September kam der Anruf mit der Zusage. Am Telefon habe ich ehrlich gesagt noch gar nicht richtig realisiert, dass da gerade einer meiner größten Träume wahr wird. Wirklich verstanden habe ich es erst, als ich dann am Set stand und in ein Kleid von Roberto Cavalli schlüpfte. In dem Moment habe ich mir gedacht: Jetzt ist es wirklich so weit!<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1313184_image" /></div> <BR /><b>Wann und wo fanden die Dreharbeiten statt?</b><BR />Brunner: Die Dreharbeiten fanden vom 8. bis zum 10. Oktober in einem der bedeutendsten Kunstmuseen Italiens statt, und zwar in der „Pinacoteca di Brera“ im Zentrum von Mailand.<BR /><BR /><BR /><b>Die Filmszene, in der Sie zu sehen sind, zeigt eine große Gala-Runway-Show. Zu sehen ist, wie Sie gemeinsam mit anderen Models hinter der Bühne die letzten Vorbereitungen für die große Show treffen, bevor es dann auf den Laufsteg geht …</b><BR />Brunner: Ganz genau. Das große Highlight war, dass ich auf dem Laufsteg direkt neben Lady Gaga platziert wurde, die die Modenschau gesanglich begleitete. In einer Drehpause hatte ich sogar kurz die Gelegenheit, mit ihr zu sprechen. Sie hat mir Komplimente gemacht und gesagt, dass ich schön sei und ihr mein Kleid besonders gut gefalle. Das ist so ein Moment, der einem nur einmal im Leben passiert.<BR /><BR /><BR /><b>Wie lief der Dreh vor Ort ab?</b><BR />Brunner: Am ersten Tag ging es vor allem darum, das Styling perfekt abzustimmen – also Make-up, Haare und die Kleider anzupassen. Ich bekam Extensions eingesetzt und durfte ein wunderschönes Kleid von Roberto Cavalli tragen.Am zweiten Tag wurde dann intensiv geprobt. Auch am dritten und letzten Tag standen noch einmal viele Proben an, bevor schließlich am Nachmittag und Abend gedreht wurde.<BR /><BR /><BR /><b>Die drei Hauptdarsteller Meryl Streep, Anne Hathaway und Stanley Tucci waren auch am Set. Sind Sie ihnen auch mal über den Weg gelaufen?</b><BR />Brunner: Ja, am zweiten Tag haben wir die Schauspieler zum ersten Mal getroffen. Das war schon besonders: Wir standen auf dem Laufsteg und haben geprobt, und da sind sie plötzlich an uns vorbeigegangen. Meryl Streep hat zu mir gesagt, ich schaue sehr hübsch aus und mein Kleid sehe aus wie ein Meerjungfrauenkleid – das vergisst man nicht so schnell. (lacht) Anne Hathaway und Stanley Tucci habe ich dann backstage getroffen. Sie waren alle extrem freundlich und bodenständig. Mit Stanley habe ich sogar kurz über das Filmen gequatscht, über die Dreharbeiten in New York, und er hat mir erzählt, dass sie danach in Como weiterdrehten …<BR /><BR /><BR /><b>Gab es auch etwas, das am Set für Aufregung sorgte?</b><BR />Brunner: Oh ja – Lady Gaga! (lacht) Nur wenige Tage, bevor die Szene mit ihr gedreht wurde, stellte sie klar, dass sie nur auftreten werde, wenn auch andere Modeltypen vertreten sind – also Plus-Size-, Curvy- oder auch ältere Models. Diese Vielfalt war ihr sehr wichtig. Das Team hat darauf kurzfristig reagiert und noch zusätzliche Frauen eingeflogen. Das hat mich wirklich beeindruckt, weil es zeigt, wie wichtig ihr Inklusion ist.<BR /><BR /><BR /><b>Durften Sie während der Drehtage eigentlich Ihr Handy nutzen?</b> Brunner: Ja, aber sie klebten die Kameras ab, damit keine Fotos entstehen und nichts nach außen dringt. Das war schon ein seltsames Gefühl, weil man eigentlich gerne ein paar Erinnerungen festgehalten hätte. Umso mehr habe ich mich gefreut, im Anschluss ein paar offizielle Bilder zu erhalten.<BR /><BR /><BR /><b>Nach dieser Erfahrung am Set von „Der Teufel trägt Prada 2“: Könnten Sie sich vorstellen, neben dem Modeln auch in die Filmwelt einzusteigen?</b><BR />Brunner: Ja, absolut. Der Job ist dem Modeln eigentlich sehr ähnlich – man muss sich vor der Kamera präsentieren und wissen, wie man wirkt. Der Unterschied ist aber: Beim Film dauert alles viel länger, man wird ständig neu gestylt, und Szenen werden oft unzählige Male wiederholt, bis sie perfekt passen. Ein Fotoshooting dauert meist acht bis maximal zehn Stunden – und anders als beim Dreh wird dabei in der Regel nicht bis in die Nacht hinein gearbeitet. Das war dann schon ein großer Unterschied.<BR /><BR /><b>Haben Sie noch Kontakt zu Schauspielern oder zu jemandem aus dem Team?</b><BR />Brunner: Allerdings, ich habe tatsächlich noch Kontakt zum Regieassistenten Christo Morse. Er ist eine unglaublich herzliche Person. Besonders gefreut habe ich mich, als er kürzlich unter meinem Instagram-Post zu den Dreharbeiten kommentiert hat: „Hanna, du hast das super gemacht, mach weiter so.“ Das war für mich schon eine große Ehre. Am Set habe ich mit ihm übrigens auch ein bisschen über New York gesprochen – und wenn alles klappt, treffen wir uns dort Ende des Jahres. Darauf freue ich mich sehr!<h3> „Der Teufel trägt Prada 2“ – Neuauflage eines Erfolgsfilm</h3>Weltweit sorgt die US-amerikanische Filmkomödie „Der Teufel trägt Prada 2“ von Regisseur David Frankel („Sex and the City“, „Der Teufel trägt Prada“, „Marley & Ich“, „Wie beim ersten Mal“) derzeit für großes Kinointeresse. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1313187_image" /></div> <BR /><BR />Seit dem Start hat sich die Produktion rasch zu einem internationalen Publikumsmagneten entwickelt und begeistert Zuschauer rund um den Globus. Auch in Südtirol findet der Film, der an den großen Erfolg des ersten Teils „Der Teufel trägt Prada“ aus dem Jahr 2006 anknüpft, großen Anklang beim Publikum. <BR /><BR />Im Mittelpunkt stehen erneut die drei Hauptdarsteller Meryl Streep, Anne Hathaway und Stanley Tucci. Die Fortsetzung führt wieder in die glamouröse, aber gnadenlose Modewelt von New York, in der hinter glänzenden Fassaden harte Konkurrenz, Machtspiele und persönliche Spannungen den Alltag bestimmen. Dabei wird schnell klar, dass in dieser Branche kein Platz für Zufälle bleibt.