Wer künftig hier oben, im „Castel Badia“ am Eingang des Gadertals, logiert, soll das Gefühl haben, an einem Ort zu sein, den es kein zweites Mal gibt. „Nowhere Else“ ist das Motto des Hotelbetreibers, der Egnazia-Gruppe, und „nirgendwo sonst“, so das Versprechen, finde man diesen Mix aus Geschichte, Architektur und Luxus. Auf der Sonnenburg soll alles ein wenig außergewöhnlicher, edler, feiner – und dementsprechend teurer – werden. <BR /><BR /><?Bereich TagName="Bild"_> <BR /><BR />Geplant war das nicht, als sich die Kronplatz-Gruppe im Spätherbst 2019 mit den Erben des ein Jahr zuvor verstorbenen Reiseunternehmers Karl Knötig traf. Dieser hatte das ehemalige Benediktinerinnenstift 1965 erworben und zu einem Hotel umgebaut. „Am 28. Oktober 2019 war es zum letzten Mal geöffnet – der Dienstplan von diesem Tag hing noch in der Küche, als wir mit dem Umbau begonnen haben“, erinnert sich Ivo Pezzei, Geschäftsführer der Kronplatz Touristik GmbH.<BR /><BR />Gunther Knötig, der das Hotel geführt hatte, suchte damals nach Käufern, da sich in der Familie kein Nachfolger fand. Im Dezember 2019 wurden er und die Kronplatz-Gruppe handelseins – „mit dem Ziel, das Hotel nach ein paar kleineren Investitionen im Sommer 2020 wieder zu öffnen“, berichtet Pezzei. Doch die Corona-Pandemie vereitelte alle Pläne. <BR /><BR /><?Bereich TagName="Bild"_> <BR /><BR />Als diese 2021 wieder auflebten, wurde schnell klar: Mit kleineren Investitionen ist es im alten Gemäuer nicht getan. Zudem unterliegt die Burg großteils dem Denkmalschutz – und der stellt seine eigenen Regeln auf, „die dem Hotel aber auch seine Besonderheiten verleihen“, sagt Pezzei. Zugleich habe man sich Gedanken gemacht über die Ausrichtung des Hotels und die Führung. „Uns war klar, dass wir für ein außergewöhnliches Projekt auch eine entsprechende Führung brauchten“, erzählt Pezzei.<BR /><BR /> Ein erster Kontakt mit einer französischen Premium-Hotelgruppe brachte die Besitzer schließlich auf die Spur des Luxusprojekts. „Nach Besichtigungen ähnlicher Hotels einigten wir uns auf die Eckdaten: maximal 30 Zimmer, Ganzjahresdestination und ein Mindestpreis von 1000 Euro pro Zimmer und Nacht“, skizziert Pezzei. Ein Jahr später unterzeichneten die Besitzer einen 20-jährigen Betreibervertrag mit der italienischen Egnazia-Gruppe. <BR /><BR />Die HSS GmbH (Hotel Schloss Sonnenburg GmbH) wurde gegründet, an der die Kronplatz Touristik GmbH 48 Prozent, die Gasser Touristik GmbH 24 Prozent, Gunther Knötig 24 Prozent und die Egnazia-Gruppe 4 Prozent halten. Gemeinsam wurde das neue Konzept mit 29 Zimmern (davon eine eigene Villa) ausgearbeitet – „unser Anspruch ist Hochwertigkeit und Luxus“, unterstreicht Pezzei.<BR /><BR />Doch die Vergangenheit redete mit: In Abstimmung mit dem Denkmalamt wurden Stuckdecken bewahrt, Fresken freigelegt, Fenster originalgetreu rekonstruiert – und eine Tiefgarage diskret in den Burghügel gebaut, damit keine Autos die historische Kulisse stören.15 Gärten, Pool drinnen und draußen, eine Wellnesslandschaft und ein Gourmetrestaurant, das auch Nicht-Hotelgäste willkommen heißt, runden das Konzept am Klosterhügel ab. 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden künftig hier tätig sein, für sie wurden Unterkünfte im Ort angemietet.<BR /><BR /><?Bereich TagName="Bild"_> <BR /><BR />Rund 24 Millionen Euro investiert die HSS in die Sonnenburg. Ansprechen will man in erster Linie den internationalen Gast, der Abgeschiedenheit, Ruhe und Luxus sucht. „Wir wollten bewusst kein klassisches Hotel, sondern eines, das anders ist – so wie es unser Betreiber sieht: ,Nowehre Else„, nirgendwo anders“, erklärt Pezzei. Mit wenigen Zimmern und höchsten Standards setze man auf Qualität statt Masse – und möchte damit Vorreiter im Pustertal und darüber hinaus sein.