Ein Besuch vor Ort müsste eigentlich im Wald stattfinden. Doch dafür ist die „Dolomiten“ zu spät dran. Bereits Ende November hat Hansjörg Hofer über 300 Bäume auf seinen Grundstücken am Ritten und in der Val Sugana im Trentino geschlagen. „Dabei richten wir uns nach dem Mondkalender“, verrät er. <h3> Deutschland hat die größte Anbaufläche</h3>Der Züchter steht an seiner Verkaufsstelle in Eppan, umgeben von Dutzenden Christbäumen. Er deutet auf einen, seine Hände berühren die Äste. „Unsere Nordmanntannen haben aufgrund unserer Vegetation nicht so dichte Nadeln wie jene in Norddeutschland oder in Dänemark.“<BR /><BR /> Laut der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald gibt es europaweit 120.000 Hektar Anbaufläche für Christbäume. Die größten Anbauflächen haben Deutschland mit 25 Prozent, gefolgt von Dänemark mit 20 Prozent. Auch Fichten und griechische Tannen wachsen auf dem Grund von Hofer. „Bei Haustierbesitzern sind sie beliebt, weil die Nadeln stechen. So lässt das Tier meistens den Baum in Ruhe“, erzählt er. <BR /><BR />Ab und zu machen seine Bäume eine weite Reise: Heuer wurde bereits einer nach Venedig verkauft, ein anderer nach München.<h3>Wie bleibt der Christbaum länger frisch?</h3>Für Hansjörg Hofer ist der Christbaumanbau eine Nebentätigkeit, die ihm quasi in die Wiege gelegt wurde. Bereits in jungen Jahren half der Obstbauer seinem Vater Rudolf beim Setzen, Gießen und der Pflege der Bäume. Eine Familientradition, die er weiterführte. Zum Glück blieben die Bäume des Züchters bislang von Schädlingen verschont. „Die Tannenlaus beispielsweise tritt hauptsächlich in größeren Kulturen auf“, weiß er. <BR /><BR />Was rät der Experte, um den Baum länger frisch zu halten? Auf jeden Fall sollte man den Baum in einen Ständer mit Wasser stellen. „Manche schwören darauf, Kohle dazuzugeben“, berichtet Hofer. Von Vorteil sei es, den Baum regelmäßig zu besprühen und die Raumtemperatur auf 20 Grad Celsius zu halten.<BR /><BR />Und: Ein geschlagener Christbaum aus der Region ist klimafreundlicher als ein Plastikbaum. Warum? Wegen des geringeren Energieeinsatzes bei der Produktion und dem Transport. Und irgendwann endet der Plastikbaum dann doch als Plastikmüll.