Für die vierte war das Land deutlich besser gerüstet, wie ein statistischer Blick auf die Entwicklung der Daten belegt. Hier alle Daten und Fakten.<BR /><BR />237 Fälle je 100.000 Einwohner: Am Neujahrstag liegt die 7-Tage-Inzidenz in Südtirol zwar auf einem hohen Niveau, doch man ist noch weit entfernt von dem im November 2020 registrierten Höchstwert von 827.<BR />Innerhalb von knapp anderthalb Monaten wendet sich das Blatt. Am 10. Februar meldet der Südtiroler Sanitätsbetrieb nämlich die höchste Inzidenz, die je registriert wurde: 838. Die Zahl der belegten Covid-Betten in Spitälern und Privatkliniken überschreitet bereits am Valentinstag die 460er-Marke, und mit 47 liegen wenige Wochen später fast so viele Infizierte auf der Intensivstation, wie im Frühjahr 2020. <BR /><BR />Mitte Februar wird bei einigen Menschen in Südtirol die erstmals in Südafrika entdeckte Beta-Variante des Virus festgestellt. Doch sie setzt sich gegenüber der bereits im Vorjahr in einem britischen Labor sequenzierten Alpha-Variante nicht durch.<BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="718925_image" /></div> <BR /><BR />Die Gefährlichkeit von Alpha lässt sich auch weiterhin spüren: Die 3. Corona-Welle flacht nur sehr langsam ab – die Wochenbilanz der Toten sinkt erst am 10. Mai wieder unter 10. Bis Ende Juni beläuft sich die traurige Halbjahresbilanz auf 441, seit Beginn der Pandemie ist die Zahl der Todesopfer auf 1180 geklettert. <BR /><BR /><b>Nur eine kurze Corona-Sommerpause</b><BR /><BR />Während man sich in der Folgezeit mehrmals über Tage ohne Todesopfer freuen darf, bleiben die Intensivstationen nur vom 15. bis zum 30. Juli coronafrei. Die Normalabteilungen hingegen nicht: Die kleinste Zahl an dort untergebrachten Patienten – 2 – registriert Südtirol nur an 2 aufeinander folgenden Tagen, ehe sie wieder zu steigen beginnt. <BR />Diesmal legt SARS-CoV-2 also nur eine kurze Sommerpause ein. Vor allem, weil im Mai eine neue Variante auch in Südtirol Fuß fasst: Die erstmals in Indien entdeckte Delta-Variante. <BR /><BR />Doch verfügen Südtirol und die ganze Welt nun über ein weiteres Mittel gegen Corona: die Impfung. Ihre schonende Wirkung macht sich spätestens im Herbst bemerkbar, als die Fallzahlen wieder anfangen zu steigen – aber eben nur sehr langsam. <BR /><BR />Noch langsamer gehen die Krankenhauszahlen nach oben. Aber sie steigen. Und mit ihnen auch die Opferbilanz: Seit dem 1. Juni 2021 und bis Mitte Dezember sterben rund 100 Menschen an bzw. mit Corona. Das ist immerhin ein Viertel der Opfer, die das Virus in den ersten 6 Monaten dieses Jahres sowie im Laufe der 2. Welle im Vorjahr gefordert hat. <BR /><b><BR />Viele Infektionen, aber weniger Patienten</b><BR /><BR />Wie entwickelt sich aber die Lage in den Krankenhäusern und Privatkliniken? Letztere stellen Anfang November erneut Betten für postakute Corona-Patienten zur Verfügung, um eine weitere Einschränkung der Dienste abseits von Covid-19 zu verhindern. Dennoch erreicht man bis heute nicht die Patientenzahlen der zweiten und dritten Welle: Jeweils halb so viele Infizierte müssen normal- bzw. intensivmedizinisch betreut werden – und das trotz Inzidenzwerten, die sich gefährlich jenen von November 2020 und Februar 2021 nähern. <BR /><BR />Damals befanden sich bis zu 10 Prozent der aktiven Fälle in Krankenhäusern und Privatkliniken und bis zu 0,5 Prozent auf der Intensivstation. Mit der vierten Welle landen hingegen maximal bis zu 3 Prozent auf den Normalabteilungen, und lediglich 0,3 Prozent müssen intensivmedizinisch behandelt werden. <BR /><BR />Selbst dann, als die wiederum erstmals in Südafrika entdeckte Omikron-Variante auch in Südtirol nachgewiesen wird, verliert die Impfung – vor allem nach der Auffrischungs- oder Booster-Dosis – nicht ihre schützende Wirkung. <BR />