Eine hohe Zahl von Pilzvergiftungen überschattet auf besorgniserregende Weise die Pilzsaison in der mittelitalienischen Region Toskana. Einer der Hauptverursacher der Vergiftungsfälle ist der Omphalotus olearius, der Dunkle Ölbaumpilz. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1216485_image" /></div> Pilzsammler lassen sich oft täuschen, da er dem Cantharellus cibarius, dem beliebten und essbaren Pfifferling, sehr ähnlichsieht. „Außerdem wächst der Ölbaumpilz meist in der Nähe von Holzstücken und ist dadurch leicht zu finden“, erklärt der Pilzexperte Andrea Pompili. „Das Hauptmerkmal, das die beiden Pilze unterscheidet, befindet sich unter dem Hut: Der Ölbaumpilz hat Lamellen, die den ganzen Stiel hinunterlaufen, während der Pfifferling nur Falten oder Leisten aufweist. Zudem verliert der giftige Ölbaumpilz beim Kochen seine Farbe und wird sehr dunkel.“ <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1216488_image" /></div> Der Dunkle Ölbaumpilz ist im Mittelmeerraum weit verbreitet und wächst von Juli bis Oktober, meist an Ölbäumen, manchmal auch an Eichen oder Edelkastanien.<h3> Apps sind nicht zu 100% sicher</h3>Ähnlich wie Google Maps für die Orientierung beim Autofahren verlassen sich gerade unerfahrene Sammler auf Pilz-Apps am Handy, in der Annahme, eine zuverlässige Information zu bekommen, ob der Pilz essbar oder giftig ist. Mit ein Grund für die hohe Zahl von Vergiftungsfällen. „Keine dieser Apps ist zuverlässig. Wer auf Nummer sicher gehen will, soll sich an die kostenlosen Beratungsstellen der Sanitätseinheit wenden, die jeder nutzen kann. Hier untersuchen die Mykologen jeden Pilz, um sicherzustellen, dass sich unter Steinpilzen oder Pfifferlingen nicht auch giftige Exemplare befinden“, erklärt Guendalina Allodi, Leiterin der Funktionseinheit für pflanzliche Primärprodukte und die Sammlung von Wildprodukten der Sanitätseinheit Toskana Zentrum gegenüber dem Corriere della Sera. Die Saison ist noch jung und wir hatten bereits etwa 15 Pilzvergiftungen. Etwa 30 % der Betroffenen hatten den Omphalotus olearius gegessen.“<BR /><BR /><BR />Hier der Kontakt zur <a href="https://www.sabes.it/de/kontakte/503762" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Mykologische Kontrollstelle</a> des Südtiroler Sanitätsbetriebes:<BR /><BR />Amba-Alagi-Straße 33<BR />39100 Bozen (BZ)<BR /><BR />•</TD><TD>Tel.: 0471 435708