Montag, 14. März 2022

Von Beschneiung bis Fernwärme: Mathematik-Modellierungswoche eröffnet

Die 25. Ausgabe der Mathematik Modellierungswoche hat am Sonntag in Tramin begonnen.

Nach dem Kennenlernen am Sonntagabend wird seit heute Vormittag intensiv an den Problemen gearbeitet. - Foto: © PA/Deutsche Bildungsdirektion/Christof Wiedemair

Der Startschuss für die Jubiläumsausgabe der Mathematik-Modellierungswoche fiel am Sonntag. Bis zum Freitag (18. März) werden in der Fortbildungsakademie Schloss Rechtenthal in Tramin 20 besonders interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen von acht verschiedenen Oberschulen gemeinsam mit den Lehrpersonen eine Woche lang komplexe Probleme aus der Praxis mithilfe von Mathematik zu „modellieren“ und zu lösen.

Die diesjährigen Themen präsentierten die Aufgabensteller gestern Abend, und zwar Günther Geier vom Landeswetterdienst, Georg Pircher vom Landesamt für Abfallwirtschaft und Hansjörg Hafner vom Südtiroler Beratungsring. Dabei geht es unter anderem um die Beschneiung von Skigebieten, das Fernwärmewerk in Bozen und um die Kirschessigfliege.

Landemeteorologe Geier fragte die Maturanten, wie man aus Statistiken der vergangenen Jahre die optimalen Voraussetzungen für die Beschneiung von Skigebieten herauslesen könnte. Im Amt für Abfallwirtschaft möchte man möglichst viel Verbrennungsenergie vom angefallenen Hausmüll in das Fernwärmewerk in Bozen einspeisen. Für die Weinbauern stellt die Kirschessigfliege ein großes Problem dar. Sie schadet den Weintrauben und folglich auch der Weinqualität.

Hansjörg Hafner hat in den letzten Jahren viele Daten gesammelt und möchte nun von den Maturanten wissen, ob sich ein Frühwarnsystem entwickeln ließe, damit man gezielte Pflanzenschutzmittel frühzeitig einsetzen kann. Eine weitere Gruppe wird unter der Woche zu Architekten: Sie versucht, die prächtigsten Stadtviertel im Spiel „Urbino“ zu bauen und dafür die besten Spielstrategien zu entwickeln.

Präsentation am Freitag, 18. März

Nach dem gestrigen Auftakt werden seit heute in Gruppen Probleme analysiert, mathematische Modelle erstellt, nach geeigneten mathematischen Verfahren gesucht und unter Einsatz des Computers Lösungen erarbeitet. Außerdem wird die Arbeit kontinuierlich dokumentiert und – auch für Nicht-Mathematiker – am Freitag, 18. März, um 9 Uhr verständlich präsentiert.

Getragen wird die Initiative von der Pädagogischen Abteilung der Deutschen Bildungsdirektion in Zusammenarbeit mit dem Felix-Klein-Zentrum für Mathematik Kaiserslautern. Die enge Zusammenarbeit mit örtlichen Institutionen ermöglicht den Schülerinnen und Schülern unter anderem Einblicke in die Arbeit von Forschenden, wodurch die Mathematik-Modellierungswoche zudem eine besondere Form von Orientierung für Studium und Beruf bietet.

Eindrücke von den letzten Jahren, Konzept, Programmablauf und Aufgabenstellungen finden sich auf der Bildungsplattform „Blikk“.

lpa/stol

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