Staatsanwalt Axel Bisignano verdächtigt den in Bozen wohnhaften Mann, einer 45-Jährigen vorgegaukelt zu haben, dass er sie heiraten wolle. Sie habe ihm vertraut und ihm zuerst 37.800 Euro überwiesen, in der Folge dann noch einmal 75.000 Euro, teilweise auch Geld vom Konto ihrer eigenen Mutter, auf das sie Zugriff hatte. Dann flog die Sache auf. Der Liebhaber hatte nämlich schon eine Frau. Über deren Bankkonto sollen die Geldbeträge gelaufen sein, um die der 46-Jährige sein Opfer laut Anklage erleichtert habe.Der Bozner hatte stets beteuert, dass er die 45-Jährige nicht betrogen habe. Sie habe ihm Geld rückerstattet, das er ihr im Vorfeld geliehen habe. Weil kein ausreichender Beweis für eine Straftat vorliege, wurden der Liebhaber und dessen Ehefrau vor einem Jahr zwar freigesprochen (STOL hat berichtet), nun will das Oberlandesgericht aber weiter prüfen, um sich ein Bild vom Verhältnis des Angeklagten zur Geschädigten machen. Diese soll am 17. Februar angehört werden.stol/rc