Dienstag, 17. März 2020

Von der Leyen hofft auf Impfstoff bis Herbst

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hofft, dass es bis zum Herbst einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus gibt. Sie stehe in Kontakt mit dem deutschen Pharmaunternehmen CureVac, sagte von der Leyen am Dienstag in einer Videobotschaft auf Twitter.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. - Foto: © APA/afp / KENZO TRIBOUILLARD
Von der Leyen zufolge arbeite das Unternehmen an einer „vielversprechenden Technologie“. Am Montag hatte die EU-Kommission dem Tübinger Unternehmen bereits Kredite in Höhe von 80 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die CureVac-Technologie habe in vorläufigen Studien „eine schnelle Reaktion auf Covid-19“ versprochen, erklärte die Kommission am Montag nach einem Gespräch von der Leyens mit dem Management der Firma.

Bei einem Nachweis könnten „in den bestehenden CureVac-Produktionsanlagen potenziell Millionen von Impfstoffdosen zu geringen Kosten hergestellt werden“.

Das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen hatte am Sonntag Medienberichte dementiert, es gebe ein Kaufangebot der US-Regierung, die sich die Produktion eines möglichen Impfstoffes sichern wolle. Derzeit gibt es weltweit keinen zugelassenen Impfstoff gegen das Virus Sars-CoV-2, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslöst.

In den USA begannen am Montag erste klinische Tests für einen Impfstoff. Es handelt sich um einen Versuch der Phase eins. Für eine Zulassung wären noch eine Reihe weiterer Versuche nötig. Das könnte Schätzungen zufolge mindestens ein Jahr dauern. Russland kündigte am Dienstag die ersten Tierversuche für die Entwicklung eines Corona-Impfstoffes an.

apa

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