Es klingt wie das Drehbuch zu einem Hollywood-Thriller, ist aber die dramatische Realität des US-Amerikaners David Cifaldi. <BR /><BR />Der 32-jährige Notfall-Pfleger war mit zwei Freunden auf dem Weg zum Gipfel des Granite Peak – mit 3.900 Metern die höchste Erhebung Montanas –, als das Unglück passierte. Auf rund 3.600 Metern Höhe rutschte Cifaldi auf dem tückischen Felsuntergrund aus. Der Sturz endete fatal: Die Metallspitze seines eigenen Wanderstocks durchbohrte seinen Oberkörper so unglücklich, dass sie auf beiden Seiten herausragte.<h3> „Wollte runter vom Berg“</h3>Was dann folgte, zeugt von eiserner Selbstbeherrschung. Ausgerechnet Cifaldis beruflicher Hintergrund als medizinische Pflegekraft verhalf ihm zu der lebensrettenden Erkenntnis: Der Fremdkörper durfte unter keinen Umständen herausgezogen werden, um ein tödliches Verbluten zu verhindern.<BR /><BR />Nach einer schnellen Selbsteinschätzung stellte der Verletzte fest, dass keine unmittelbar lebenswichtigen Gefäße getroffen schienen. „Sobald ich wusste, dass die Lage im Augenblick nicht direkt tödlich war, gab es für mich nur ein Ziel: Ich wollte diesen Berg aus eigener Kraft verlassen“, schilderte Cifaldi die schrecklichen Minuten später im Gespräch mit dem US-Sender KTMF.<h3> Sechseinhalb Stunden Qualen über Fels und Schnee</h3>Die dreiköpfige Gruppe reagierte besonnen: Während ein Begleiter per Satelliten-Notruf die Rettungskräfte verständigte, stützte der andere den schwer Verletzten beim extrem steilen und gefährlichen Abstieg über geröllschwere Hänge und tückische Schneefelder.<BR /><BR />Trotz der unmenschlichen Schmerzen behielt Cifaldi selbst für seine Mitmenschen den Blick. Als sich die Gruppe dem Mystic Lake näherte, bat er seine Begleiter sogar darum, entgegenkommende Familien mit Kindern vorzuwarnen – niemand sollte den schrecklichen Anblick des aufgespießten Oberkörpers ertragen müssen.<BR /><BR />Erst nach sechseinhalb Stunden voller Qualen und knapp 16 absolvierten Kilometern erreichte das Trio schließlich den Ausgangspunkt im Tal.<h3> Eine Frage von Zentimetern</h3>Vom Parkplatz aus übernahm der Rettungsdienst den Weitertransport. Nach einer weiteren, zweistündigen Fahrt ins nächstgelegene Krankenhaus konnten die Chirurgen den Trekkingstock in einer Notoperation endlich sicher aus dem Körper entfernen.<BR /><BR />Cifaldi befindet sich mittlerweile auf dem Weg der Besserung, weiß aber ganz genau, wie viel Glück er im Unglück hatte: „Ein paar Zentimeter weiter in die eine oder andere Richtung, und ich würde heute nicht mehr leben.“<BR /><BR />Um die immensen medizinischen Behandlungskosten in den USA zu stemmen, haben Freunde des Notaufnahme-Pflegers inzwischen eine Spendenaktion auf der Plattform GoFundMe ins Leben gerufen, wo bereits die ersten Tausend Dollar zur Unterstützung eingegangen sind.<BR /><BR />Im Bericht der „The Irish Times“ können Sie sich die unglaublichen Fotos ansehen. <a href="https://www.irishtimes.com/life-style/people/2026/07/28/man-trekked-16km-after-impaling-himself-on-pole-during-hike/" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(Hier geht's zur Seite)</a>