Donnerstag, 21. Juli 2016

Von Zug überrollt: Waghalsiges Manöver kostet Mann das Leben

Dramatischer Vorfall am Bozner Zugbahnhof: In der Nacht auf Donnerstag hat ein Regionalzug einen Mann überrollt. Wie Ermittler berichten, war dem Unglück ein waghalsiges Manöver vorausgegangen.

Auf dem Stumpfgleis 1A des Bozner Bahnhofs geschah der tödliche Unfall. - Foto: DLife
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Auf dem Stumpfgleis 1A des Bozner Bahnhofs geschah der tödliche Unfall. - Foto: DLife

Der Regionalzug 10995 verließ Bozen in der Nacht auf Donnerstag mit etwas Verspätung. Laut Fahrplan sollte der Zug die Landeshauptstadt um 23.08 Uhr verlassen und um 23.57 Uhr in Trient eintreffen. Es ist der letzte Zug des Tages, der nach Trient abfährt.

Doch der Zug fuhr am Mittwoch später los, es war gegen 23.20 Uhr. Auch ein 31-jähriger Mann, der den Zug offenbar unbedingt erwischen wollte, traf etwas zu spät am Gleis ein. Der Zug hatte sich schon in Bewegung gesetzt.

Angaben der Bahnpolizei zufolge wagte der Mann deshalb kurzerhand ein waghalsiges Manöver: Er sprang vom Bahnsteig an ein Fenster des Zuges und klammerte sich daran fest. Einen Versuch, den er mit dem Leben bezahlte.

Klammert sich am Fenster fest - und rutscht unter den Zug

Nach rund 30 Metern Fahrt soll der Mann, der aus Tunesien stammt, den Halt verloren haben und unter den Waggon gerutscht sein. Er wurde vom Zug überrollt (STOL hat von dem tragischen Unfall bereits am Morgen berichtet). Wie die Bahnpolizei mitteilt, hatte der Zugführer keinerlei Möglichkeit auf den Vorfall zu reagieren. Die Beamten haben die Ermittlungen zum tödlichen Unfall aufgenommen.

Das Rote Kreuz mit Notarzt sowie die Notfallseelsorge, die von der Landesnotrufzentrale zum Einsatz gerufen worden waren, konnten nichts mehr für den Mann tun: Der 31-Jährige erlag seinen schweren Verletzungen noch am Einsatzort. Die Bozner Berufsfeuerwehr, die ebenso alarmiert worden war, barg den leblosen Körper.

stol

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