Freitag, 04. Oktober 2019

Mordversuch in Branzoll: Steckt ein Voodoo-Kult dahinter?

Am Freitag wurde O.S. aus Nigeria, dem Mordversuch zur Last gelegt wird, Haftrichter Emilio Schönsberg vorgeführt. O.S. sitzt seit dem gewalttätigen Übergriff auf seine Ex-Partnerin am Bahnhof in Branzoll im Bozner Gefängnis. Der Zustand des Opfers (28) ist weiterhin kritisch.

Am Freitag fand die Haftprüfung statt. - Foto: © DLife

Bei der Haftprüfung wurde O.S. von Pflichtverteidiger Thomas Schnitzer vertreten. Der Nigerianer machte am Freitag von seinem Recht, die Aussage zu verweigern, Gebrauch.

Schnitzer erklärte am Freitag nach der Haftprüfung, dass sein Mandant unter schwerwiegenden mentalen Problemen leide und dass vermutlich ein Voodoo-Kult bei der brutalen mutmaßlichen Tat eine Rolle gespielt haben dürfte.

Den Erhebungen zufolge war der Nigerianer in Rage, er prügelte mit Fäusten auf die 28-Jährige ein, bis diese zu Boden stürzte. Mit einer zerbrochenen Glasflasche soll er seiner Ex-Partnerin etliche Schnittwunden beigebracht und weiter auf sie eingeschlagen und getreten haben, bis ein pensionierter Carabiniere, der zufällig anwesend war, eingriff. Seine Kollegen waren kurz darauf am Tatort und nahmen O.S., der sich nach der Tat sämtliche Kleider vom Leib gerissen hatte, fest.

Die Rettungskräfte fanden die 28-Jährige in einer Blutlache liegend reglos am Boden vor. Die lebensgefährlich verletzte Frau wurde intubiert und ins Bozner Spital gebracht. Sie soll auch schwere Gesichtsverletzungen erlitten haben. Die Ärzte enthalten sich weiterhin der Prognose.

d/rc/vs