Es ist der 2. August 1980. Der Bahnhof von Bologna ist voll mit Reisenden. Im Wartesaal explodiert um 10.25 Uhr eine Bombe. Die Explosion ist kilometerweit zu hören. Das Dach des Wartesaals stürzt ein. 85 Menschen verlieren durch die Explosion ihr Leben. Es herrscht Chaos – die Stadt ist auf die Katastrophe nicht vorbereitet. Es gibt nicht genügend Rettungswagen und so werden auch Taxis für die Krankenhaustransporte eingesetzt. Das jüngste Opfer ist ein 3-jähriges Mädchen. Ganz Italien steht unter Schock. <BR /><BR />Bei der Katastrophe handelt es sich um den schwersten Anschlag in der italienischen Geschichte: Ganze Familien wurden ausgelöscht. Mehr als 200 Personen wurden verletzt. <BR /><BR />Die Suche nach den Tätern war langwierig. Erst 15 Jahre nach dem Anschlag werden 2 Neofaschisten, ein Mann und eine Frau, in Zusammenhang mit dem Bombenanschlag verurteilt. Sie waren Mitglieder einer rechten Terrororganisation. Wer die wahren Auftraggeber des Anschlags sind, ist noch unklar. <BR /><BR />Der Fußboden und ein tiefer Riss in der Wand wurden als Mahnmal an den Anschlag unverändert beibehalten. Außerdem bleibt die Bahnhofsuhr um 10.25 Uhr, dem Zeitpunkt des Attentats, stehen.