Mittwoch, 15. Juli 2015

Vor allem Frauen fänden ein Hotpants-Verbot gut

Zu heiß für die Schule? Eine Mehrheit der Deutschen fände ein generelles Verbot aufreizender Kleidung an Schulen richtig. Das ermittelte das Meinungsforschungsinstitut YouGov in einer Befragung zum sogenannten Hotpants-Verbot an einer Realschule in Baden-Württemberg.

Sind Hotpants an Schulen zu heiß?
Sind Hotpants an Schulen zu heiß? - Foto: © shutterstock

51 Prozent der Teilnehmer würden demnach eine solche Regel an allen weiterführenden Schulen „voll und ganz“ oder zumindest „eher“ befürworten.

40 Prozent würden eine solche Vorschrift hingegen „eher“ oder „ganz und gar“ ablehnen.

Frauen eher für Verbot, Männer jein

Den Ausschlag gab dabei die Meinung der Frauen. 58 Prozent der Umfrageteilnehmerinnen sprachen sich für ein Verbot allzu freizügiger Kleidung an Schulen aus, nur 33 Prozent waren dagegen.

Bei den Männern war das Meinungsbild mit 45:47 Prozent fast ausgeglichen.

Jüngere dagegen

Tendenziell etwas stärker für ein Hotpants-Verbot waren Eltern von Kindern unter 18. Die jüngste Gruppe der Befragten – im Alter zwischen 18 und 24 Jahren – war anders als alle Älteren hingegen mit 52 Prozent mehrheitlich gegen ein Verbot. 40 Prozent von ihnen sprachen sich dafür aus, Hotpants aus Klassenzimmern zu verbannen.

Das Einschreiten einer Realschule in Horb gegen bauchfreie T-Shirts, Hotpants und andere knappe Kleidung der Schüler hatte in der vergangenen Woche eine bundesweite Debatte ausgelöst (STOL hat berichtet).

Die Schulleiterin hatte in einem Elternbrief ankündigt, dass solche Kleidung künftig geahndet werde. Schülerinnen und Schüler sollten dann zwangsweise große T-Shirts überziehen.

dpa

stol