Montag, 13. April 2015

Vor fünf Jahren legte eine Aschewolke Europas Luftverkehr lahm

Im April 2010 kommen Millionen Menschen in Europa nicht vom Fleck, weil ihre Flüge ausfallen. Schuld sind weder Pilotenstreiks noch ein später Wintereinbruch. Nein, ganz am Rande des Kontinents hat ein Vulkan sagenhafte Mengen Asche ausgespuckt.

Foto: © APA/AFP

Während sich die Einwohner der isländischen Hauptstadt Reykjavik nur über Staub auf der Motorhaube ihrer Autos beklagen, spielen sich direkt am Gletschervulkan dramatische Szenen ab. Die gigantische Aschewolke schiebt sich über den Nordatlantik und stürzt den europäischen Luftverkehr ins Chaos.

„Nichts fliegt mehr“ – „Vulkan-Alarm lähmt Europa!“ titeln Zeitungen damals. Den Eyjafjallajökull kennt seitdem jeder – auch wenn ihn immer noch die wenigsten aussprechen können.

Fünf Jahre nach seinem Ausbruch ist er mehr Touristenziel als Schreckgespenst. An der belebten Ringstraße an der Südseite des Vulkans eröffnete ein Jahr nach dem Flugchaos ein Museum. „Die Eruption, die die Flüge auf der Welt angehalten hat“ – aus der Werbung klingt fast Stolz heraus.

apa/dpa

stol