Sonntag, 24. September 2017

Vorarlberg: Sohn attackiert Eltern - Vater stirbt

Eine Bluttat innerhalb der Familie hat sich in der Nacht auf Sonntag in Götzis im Bezirk Feldkirch ereignet. Ein 14-Jähriger hat seinen Vater mit einem Messer lebensgefährlich und seine Mutter schwer verletzt und fügt sich daraufhin selbst Stichwunden zu. Der Vater starb im Krankenhaus.

Der Vater überlebte den Angriff des Sohnes nicht.
Der Vater überlebte den Angriff des Sohnes nicht. - Foto: © shutterstock

Nach dem Stand der ersten Ermittlungen ging der 14-Jährige gegen Mitternacht auf seinen im Wohnzimmer schlafenden Vater los und versetzte ihm mit einem längeren Küchenmesser mehrere Stiche in den Bauch. Dadurch wurde die im Schlafzimmer schlafende Mutter wach.

Als sie ihrem Mann zu Hilfe eilte und versuchte, den Jugendlichen wegzuziehen, attackierte er auch sie und verletzte sie mit mehreren Messerstichen in den Rücken schwer. Anschließend schnitt er sich mit dem Messer zweimal in den Hals, teilte das Landeskriminalamt mit. Seine Verletzungen können aber als leicht bezeichnet werden, sagte Chefermittler Nobert Schwendinger.

Nachbarn, die Lärm gehört hatten, verständigten die Einsatzkräfte. Die schwerverletzten Eltern und der 14-Jährige wurden nach der Erstversorgung von der Rettung in die umliegenden Krankenhäuser eingeliefert.

Der Vater erlag noch in der Nacht im Landeskrankenhaus Feldkirch seinen schweren Stichverletzungen. Die Mutter sie zwar schwer, allerdings nicht lebensgefährlich verletzt, hieß es seitens der Polizei. Der 14-Jährige stehe im Spital unter Polizeiaufsicht.

Das Motiv für die Tat war Sonntagmittag noch unklar. Der Messerattacke war kein Streit vorausgegangen, der Abend sei völlig ruhig verlaufen, sagte der Kriminalpolizist der APA. Auch seien nach den Erstbefragungen keine Probleme innerhalb der Familie bekannt. Der 14-Jährige war laut Polizei bisher unbescholten. Ermittelt wird gegen den Schüler wegen Mordes und versuchten Mordes.

Die Polizei zog auch eine psychische Erkrankung des Jugendlichen in Betracht. „Das ist vorerst eine reine Mutmaßung aufgrund der Vorgangsweise“, präzisierte Schwendinger.

Derzeit kläre man ab, wann der 14-Jährige und seine Mutter aus ärztlicher Sicht einvernommen werden können, so Schwendinger. Nach Abschluss der Ermittlungen wird der Jugendliche voraussichtlich in die Justizanstalt Feldkirch eingeliefert. Der Leichnam des Vaters wurde noch am Sonntag zur Obduktion in die Gerichtsmedizin in Innsbruck gebracht.

apa 

stol