„Konsumierende können vor einer Überdosis bewahrt und sensibilisiert werden. Durch die Tests erhält man gleichzeitig einen umfassenden Einblick in Südtirols Drogenmarkt“, erklärt sie. <BR /><BR />Dass der Drogenkonsum in Südtirol ein Problem darstellt, ist kein Geheimnis. In ihrem jüngsten Beschlussantrag fordern die Grünen daher die Einführung eines sogenannten Drug-Checking-Modells. Unterstützung erhalten sie hier von Evelin Mahlknecht, Koordinatorin der Fachstelle Suchtprävention im Forum Prävention. <BR /><BR />„Die Idee dahinter ist, Betroffenen eine Möglichkeit zu bieten, Substanzen auf ihre Reinheit zu testen“, erklärt Mahlknecht. So könne man Überdosierungen verhindern, andere gesundheitliche Schäden minimieren. Wie Mahlknecht erzählt, ist ein solches Testzentrum in Innsbruck bereits Realität. „Dort werden nicht nur Substanzen getestet. Konsumierende werden von Experten auch betreut und sensibilisiert“, so Mahlknecht. <BR /><BR />Gleichzeitig würde man durch das Durchführen der Tests einen umfassenden Einblick in Südtirols Drogenmarkt erhalten, so Mahlknecht weiter, also welche Substanzen sich im Umlauf befinden. „Wegen dieser Vorteile ist das Modell in einigen europäischen Ländern bereits Standard“, weiß die Expertin. <BR /><BR />„Etwa in Portugal oder Slowenien, wo sich beeindruckende Ergebnisse zeigten. Eine Vielzahl an Betroffenen hat nach einem unerwarteten Testergebnis auf den Konsum verzichtet oder diesen zumindest angepasst.“ Es handle sich nicht um die Lösung des Drogenproblems, doch um ein wichtiges Instrument zur Prävention.<h3> Antrag wird kommende Woche behandelt</h3>In einem Beschlussantrag fordern die Grünen die Einführung eines sogenannten Drug-Checking-Modells. „Es handelt sich um eine wichtige Maßnahme der Drogenprävention“, zeigt sich der Abgeordnete Zeno Oberkofler überzeugt.<BR /><BR /> Das Thema müsse dringend im Landesplan für Drogenprävention berücksichtigt werden, der heuer neu ausgearbeitet wird. In Nachbarländern seien stationäre, aber auch mobile Teststationen bereits Standard und hätten positive Ergebnisse erzielt, so Oberkofler abschließend. Der Antrag wird kommende Woche im Landtag behandelt.