Freitag, 08. Januar 2021

Vorsicht auf den Seen: Das Eis ist dünn

Es ist kalt und viele Eisläufer zieht es auf die gefrorenen Seen. Aber Achtung: Weil es so viel geschneit hat, ist das Eis dünn. Auch Risse und dünne Stellen im Eis sind sehr schwer zu sehen. Sicherer unterwegs ist man auf höher gelegenen Eisflächen.

Die Feuerwehr/Wasserrettung und der Rettungsdienst helfen, wenn jemand im Eis einbricht: Die richtige Notrufnummer dafür ist die 112. - Foto: © Stefan Pircher Taucher FF
Die kalte Jahreszeit lädt zu Freizeitaktivitäten auf zugefrorenen Flächen ein. Die Taucher der Freiwilligen Feuerwehren, die Südtiroler Wasserrettung, sowie die Berufsfeuerwehr ruft zu großer Vorsicht beim Betreten der Eisflächen von Seen in den Tallagen auf.

Gerade die Seen in den Tallagen wie der Kalterer See und die beiden Montiggler Seen haben heuer durch den vielen Schnee noch keine stabile Eisfläche.

Wegen Schnee: Eisdecke dünn und brüchig

Der zurzeit herrschenden Dauerfrost und das schöne Winterwetter ist für viele Menschen geradezu verlockend, die Freizeit auf dem Eis zu verbringen. „Der Schein trügt; man darf sich von der Kälte nicht beirren lassen. Heuer hatten wir in den vergangenen Wochen mehrmals Niederschläge, diese Schneedecken auf dem Eis führen zu einer höchst gefährlichen Konstellation: zum einen verhindert der Schnee, auch bei starkem Frost, das Durchfrieren der Eisschicht. Zum anderen sind wegen der Schneeauflage Risse und dünne Stellen im Eis kaum zu erkennen“, schreiben die Retter.

Erst ab einer Dicke von 10 Zentimetern ist das Eis sicher und tragfähig: In Südtirol sind Gebirgsseen derzeit sicherer als Seen in Tallagen. Auf keinen Fall sollte man gefrorene Fließgewässer betreten.

Besonders Kinder sollte man nie allein auf eine Eisfläche lassen. Besonders brüchig ist Eis an Pfeilern, Schilf und anderen Objekten, die die Oberfläche durchbrechen.



Wird man Zeuge davon, wie jemand auf einem See einbricht, sollte man umgehend die Notrufnummer 112 alarmieren. „Nähern Sie sich dem Eingebrochenen liegend, mit einer möglichst großen Auflagefläche. Am besten mit einer Leiter oder einem Brett. Oft stehen an bestimmten Gewässern Rettungsgeräte zur Verfügung“, heißt es in der Aussendung. Aber Achtung: Auch für den Retter kann die Einbruchstelle zur Gefahr werden.

stol

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