Professionelle Anbieter verkaufen im Netz ebenso wie Gelegenheitsverkäufer und Betrüger. Wer sich die Zeit nimmt und die Preise samt Nebenkosten genau vergleicht, kann zwar Schnäppchen machen - oft wird aus dem vermeintlich supergünstigen Einkauf aber ein Flop.Schlimm erging es z.B. einem Südtiroler, der im Internet ein äußerst verlockendes Angebot für ein iPhone gefunden hatte. Er zahlte zunächst 400 Euro - 50 davon für den Versand aus England.Für die Überweisung des Betrags wurde ein Bargeldtransferservice genutzt. Daraufhin wurde er vom angeblichen Verkäufer kontaktiert, der ihm sogar acht Stück zu einem unschlagbar günstigen Preis anbot. Der Mann willigte ein und zahlte nochmals. Auf die Lieferung wartete er zwar vergebens, er überwies jedoch weitere Beträge für Zollgebühren, Mehrwertsteuer, Frachtgebühren usw. "Als er schließlich Verdacht schöpfte, hatte er bereits 4.500 Euro bezahlt", so das Europäische Verbraucherzentrum in Bozen, das dem Betrogenen nur noch raten konnte, bei der Polizei Anzeige zu erstatten.Auch wer Autos oder Motorräder im Internet kaufen oder verkaufen will, solle seine Augen unbedingt offen halten und seinen Hausverstand nutzen, rät das EVZ, so wie das ein anderer Südtiroler getan habe, der ein unglaublich günstiges Angebot im Netz schnell als Nepp entlarven konnte. 4.000 Euro sollte ein Gebrauchtwagen im Topzustand, der eigentlich einen Marktwert von 13.000 Euro hat, kosten. Auch diesmal kam der Anbieter angeblich aus England, das Auto hatte aber ein deutsches Nummernschild. Als Erklärung dafür gab der angebliche Verkäufer an, er sei erst kürzlich von Deutschland nach England umgezogen und wolle sein Auto so bald wie möglich loswerden, da es für den Linksverkehr nicht geeignet sei. Wiederum sollte die Bezahlung mittels Bargeldtransferservice erfolgen.Der Käufer sollte das Geld an eine Filiale in London senden und als Empfänger seinen eigenen Namen angeben. Außerdem sollte er eine eingescannte Kopie der Versandbestätigung an den Verkäufer schicken. Dies sollte angeblich gewährleisten, dass - nach der Begutachtung des Autos - nur der Käufer selbst das Geld in London abholen kann. „Dem ist aber leider nicht so. Hätte der Verbraucher nicht sofort Verdacht geschöpft, wäre er jetzt um 4.000 Euro ärmer. Sein Traumauto hätte er natürlich nie zu Gesicht bekommen“, so das EVZ, das warnt: Werde die gewünschte Ware im Internet vom Verkäufer zu einem äußerst günstigen, oft auch unrealistischen Preis angeboten, dann sollten die Alarmglocken schrillen, denn niemand habe etwas zu verschenken, auch nicht im Internet, unterstreichen die Verbraucherschützer.