Montag, 11. September 2017

Vorsicht Betrüger: 95-Jährige lässt sich nicht täuschen

Am Montag meldete sich eine 95-jährige Frau aus Bozen bei den Carabinieri: Sie hatte einen Anruf erhalten, dass Verwandte in einen Unfall verwickelt waren, und solle nun einem Anwalt, der sie telefonisch darüber informiert hatte, mehrere tausend Euro geben. Der Unfall war jedoch nie passiert.

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Foto: © shutterstock

Es ist immer dieselbe Masche: Ein angeblicher Anwalt gaukelt Senioren telefonisch vor, Angehörige seien soeben in einen Unfall verwickelt gewesen. Sie seien auf die Carabinieri-Station gebracht worden, eine zweite in den Unfall verwickelte Person liege ihretwegen im Krankenhaus. Aber keine Sorge: Der Anwalt wolle gerne helfen, die Situation zu klären. Zu einem Spottpreis von 5000 bis 6000 Euro.

Das Opfer müsse sich jedoch auf eine - fiktive - Carabinieri-Station begeben, um mit den Beamten zu reden und den Betrag zu zahlen. Nur wenig später folgt ein zweiter Anruf: Ein angeblicher Carabiniere berichtet dem Betrugsopfer, ein Kollege befände sich zufällig in der Gegend und könne das Geld abholen. Ein Trick, der in der Vergangenheit leider schon viel zu oft funktioniert hat.

Zwei Fälle an nur einem Tag

Auch am Montag wurden den Carabinieri von Bozen zwei Fälle dieser Art gemeldet: Zwei Bürger riefen an, um sich zu vergewissern, ob ihre Angehörigen wirklich in einen Unfall verwickelt waren. Darunter eine 95-jährige Boznerin, von der der angebliche Anwalt 5000 Euro forderte.

Diese ließ sich aber nicht so einfach übers Ohr hauen: Nachdem die Frau das Gespräch mit dem „Anwalt“ beendet hatte, wählte sie sofort die Notrufnummer 112. Dort erfuhr sie, dass der Unfall nie stattgefunden hatte. Im Gegenzug konnte die Seniorin Details zum Anruf geben.

Da an nur einem Tag gleich 2 dieser Fälle bekannt wurden, warnen die Carabinieri erneut vor Betrügern, die sich dieser Masche bedienen.

Vor allem ältere Personen müssen darauf aufmerksam gemacht werden, dass sie keinen fremden Personen Geld geben, sondern sich auch beim kleinsten Verdacht an die Notrufnummer 112 wenden.

Eine Broschüre gibt Auskunft:

stol/liz

stol