Die EU setzt hohe Standards bei der Sicherheit von Lebensmitteln. Das Problem sind vor allem Produkte, die nach Europa importiert werden und manchmal chemische Stoffe enthalten, die in der EU nicht einmal zugelassen sind. Das bestätigt eine aktuelle Untersuchung. <BR /><BR />Durchgeführt wurde die Analyse von der Zeitschrift „Il Salvagente“, dabei wurden 20 Obstproben unter die Lupe und ins Labor genommen: 8 Ananas-, 6 Mango- und 6 Avocadoproben, alle aus verschiedenen lateinamerikanischen Ländern.<BR /><BR />Das Ergebnis ist beunruhigend: Vor allem <b>Ananas</b>, <b>Mangos</b> und <b>Avocados</b> enthalten Pestizide, die nach den Vorschriften der EU verboten sind. In den Ursprungsländern sind diese giftigen Substanzen allerdings erlaubt. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1007513_image" /></div> <BR /><BR />Das schlechteste Ergebnis mit 4 erheblich belasteten Proben erzielt die <b>Ananas</b>. Unter den dort gefundenen Pestiziden befanden sich umwelt- und gesundheitsschädliche Stoffe wie Alpha-Cypermethrin und Diazinon, beides Insektizide, sowie Imidacloprid, das als gefährlich für Bienen und das Ökosystem gilt. Auch das Herbizid Diuron und das Fungizid Prochloraz wurden nachgewiesen. Obwohl die festgestellten Konzentrationen unter der üblichen technischen Nachweisgrenze liegen, lässt die Tatsache, dass sie gefunden wurden, auf eine mögliche Bodenkontamination und eine frühere Verwendung dieser Stoffe schließen.<h3> Das „Dreckige Dutzend“</h3>Einen anderen traurigen „Testsieger“ liefert eine Untersuchung der Environmental Working Group, die unter dem Titel „Dreckiges Dutzend“ eine Art schwarze Liste stark belasteter Lebensmittel erstellt hat. Als Grundlage dienten dabei die vom US-Landwirtschaftsministerium und der US-Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde gesammelten Daten. Hier kommt die <b>Erdbeere</b> mit der stärksten Belastung auf Platz 1. Aber auch Weintrauben haben ihre Probleme mit Pestiziden.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1007516_image" /></div> <BR /><BR />Also Entwarnung für den Rest der Früchte-Welt? Wenn es nach dem Netzwerk „Pesticide Action Network Europe“ geht, leider nicht. Nach den Überwachungsdaten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit in allen Mitgliedstaaten haben auch beliebte Früchte wie Pfirsiche, Aprikosen und Kirschen ein Problem mit Pestizidrückständen. Leider sieht es bei den meisten in den Supermärkten angebotenen Früchten dramatisch aus: 71 % der untersuchten Früchte enthielten mindestens ein Pestizid und 56 % zwei oder mehr Pestizide.<BR />