Donnerstag, 18. Februar 2016

Vorsicht: Sexfallen auf Facebook & Co. nehmen zu

Ein neues Phänomen macht auch Südtiroler immer häufiger zu Opfern von Betrügern. Denn nicht nur via WhatsApp oder per Mail werden Bilder ausgetauscht, die einem zum Verhängnis werden können. Erpresser nutzen zunehmend "Soziale Medien" - und unwissende Netzbesucher gehen ihnen in die Falle.

Vorsicht auch im Netz, warnt die Post– und Kommunikationspolizei: Betrüger nutzen immer öfter Soziale Medien, um Nutzer zu erpressen.
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Vorsicht auch im Netz, warnt die Post– und Kommunikationspolizei: Betrüger nutzen immer öfter Soziale Medien, um Nutzer zu erpressen.

Alles beginnt damit, dass die Erpresser ein falsches Profil erstellen. Durch besonders ansprechende Informationen und Bilder wird versucht, möglichst schnell und gezielt mit anderen Nutzern "Freundschaft" zu schließen - sprich in Kontakt zu kommen. 

Über Webcam Kontakt: zu Sexbildern überreden

Was folgt ist der Versuch, sich über Webcam auszutauschen und das unwissende Opfer auch zum Austausch von Bildern mit sexuellem Inhalt zu überregen.

"Nachdem auch dieser Schritt erzielt wurde, werden die Opfer aufgefordert, bestimmte Geldsummen zu zahlen und werden somit erpresst, damit diese Bilder und Videos nicht veröffentlicht werden", warnt Oberinspektor Ivo Plotegher von der Post– und Kommunikationspolizei. Die Bozner Sektion erhält seit Tagen zunehmend die Mitteilung solcher Fälle. 

Die Polizei weist darauf hin, dass eine eventuell neue Freundschaft im Netz nur bereits bekannten Personen gewährt werden sollte.

"Denn alle ins Netz eingegebenen Bilder, Video und Informationen - auch über Webcam - geraten definitiv aus der Kontrolle des Inhabers. Man muss immer vorsichtig sein, welches Material im Netz veröffentlicht wird", spricht Plotegher den Nutzern ins Gewissen. 

Nie auf die Forderungen der Erpresser eingehen

Ist der Fall dennoch eingetreten, rät die Polizei, niemals auf die Anfragen oder Belange des Erpressers einzugehen. Einerseits da die Verbreitung des Materials im Netz trotzdem nicht verhindert werden könnte. "Andererseits könnte es zu weiteren Zahlungsaufforderungen kommen", schlussfolgert Plotegher.

Vor allem auch Eltern sind angehalten, sich um die "Umtriebe" ihrer Kinder auf Sozialen Netzwerken zu kümmern. Denn: Wissen Sie überhaupt, ob Ihr Kind Sexbilder von sich verschickt? Mehr zu diesem Thema auf STOL

stol/ker

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Die Bürger können sich in diesen Belangen und für weitere Informationen an die Abteilung der Post- und Kommunikationspolizei unter Tel. 0471/531413 wenden. 

 

stol