<b>Von Johannes Vötter</b><BR /><BR />„Erhöhte Phishing-Gefahr!“ – Das heißt es aktuell vor allem in Österreich. Dort warnen Behörden, Konsumentenschützer und Banken intensiv vor verstärkten Phishing-Angriffen. Dabei nutzen dreiste Betrüger die feiertägliche Abgelenktheit gezielt aus, um ihre Opfer per Telefon, SMS oder E-Mail auf gefälschte Webseiten zu locken. Mit dem Ziel, sich selbst das größte „Weihnachtsgeschenk“ zu machen: nämlich den Betroffenen deren Passwörter, PIN-Codes oder Kreditkartennummern abzuluchsen. „Phishing“ – also Passwort-Fischen – nennt sich das bekanntermaßen. Wobei diese Abzocke noch immer, aller Aufklärung zum Trotz, funktioniert. Dies zeigen etwa auch die italienweiten Zahlen 2024: Zwei Millionen Personen waren im Stiefelstaat von Phishing betroffen. Das entspricht laut Postpolizei einer Zunahme der staatsweiten Fälle um 34 Prozent – sowie insgesamt erbeuteten 250 Millionen Euro.<h3> Niemals zurückrufen!</h3>Detaillierte Zahlen aus Südtirol gibt es dazu freilich nicht, aber einige wiederkehrende Phänomene, wie Phishing-Angriffe über Fake-Accounts von Behörden, auch die Sprachbarrieren gezielt ausnutzend. Jüngst etwa mit Kurznachrichten, die – angeblich – von der „Einheitlichen Vormerkstelle“ des Südtiroler Sanitätsbetriebes (ital. „Gestione Unica Prenotazione – GUP“) stammten. Diese solle man dringend („urgente“) kontaktieren, wie es zwei aufmerksame Leser meldeten. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1257042_image" /></div> <BR />„Das ist ein Fake, der leider öfter und jetzt offenbar wieder im Umlauf ist!“, heißt es dazu auf Anfrage vom Sanitätsbetrieb, der zudem warnt: „Klicken Sie nicht auf Links in diesen verdächtigen SMS oder E-Mails und löschen Sie diese!“ Zugriffe auf die persönlichen Gesundheitsdaten (EGA) und Online-Vormerkungen für Leistungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes sollte man ausschließlich auf den offiziellen Wegen (myCivis/Sanibook oder Tel. 047x-100100) vornehmen, aber niemals über derartige Links.<BR /><h3> So geht Schutz gegen Phishing-Versuche</h3>Ignorieren: Antworten Sie nicht auf derartige SMS oder Kurznachrichten, klicken Sie niemals auf enthaltene Links! Nicht anrufen: Wählen Sie nie die angegebenen Telefonnummern! Wenn diese z.B. mit 893, 899, 895 beginnen, ist der Anruf kostenpflichtig – und dann wird es teuer. Offizielle Kanäle nutzen: Wenden Sie sich bei Unsicherheiten (etwa, wenn Sie wirklich eine Info erwarten) direkt an die betreffende Behörde (in diesem Fall den Südtiroler Sanitätsbetrieb), statt über den in dieser Fake-SMS genannten Weg. Privatsphäre schützen: Seriöse Stellen fragen niemals per SMS oder unerwarteter E-Mail nach PIN oder Passwörtern oder verlangen „dringende“ Rückrufe!