Das Internet ist ein Instrument, mit dem viele Menschen nach der Chance ihres Lebens zu suchen: Wege, um das Ersparte zu vervielfältigen und den Schritt in die finanzielle Unabhängigkeit zu wagen.<BR /><BR />Aber auch Betrüger sind im Internet unterwegs und warten nur darauf, dass ihnen ein Opfer in die Falle tappt: Sie versprechen leichte Gewinne oder Möglichkeiten, am Rande des Gesetzes Geld zu verdienen. Oft steckt hinter solchen Angeboten aber nur der Versuch an die Ersparnisse ihrer Opfer zu kommen.<BR /><BR />„Wenn Sie ein interessantes Investitionsangebot gesehen haben, sollten Sie daher vorsichtig sein, die Vertrauenswürdigkeit des Vermittlers überprüfen und abwarten, bevor Sie Ihre Telefonnummer oder E-Mail-Adresse angeben. Ohne diese Vorsichtsmaßnahmen werden Sie zu einem leichten Ziel für Betrüger“, erklärt das EVZ.<BR /><BR />„Es kommt manchmal vor, dass Menschen im guten Glauben ihre Vorsicht über Bord werfen. So erging es einem Verbraucher, der über soziale Netzwerke von einer innovativen und offensichtlich rentablen Art des Sparens erfuhr. Er hat seine Ersparnisse auf eine zum damaligen Zeitpunkt gängige Form angelegt“, berichtet Rebecca Berto, Rechtsberaterin beim EVZ in Bozen.<BR /><BR />„Schon der Slogan der Anlageplattform erregt oft Aufmerksamkeit: 'Anlagen unter Freunden', 'ethische Anlagen', 'wohlwollende Broker' oder ähnliches. Tatsächlich hat der Verbraucher keine Minute gezögert, seine Telefon- und E-Mail-Daten anzugeben. Zunächst warf die angebliche Investition Zinsen ab. Nach ein paar Jahren und weiteren Überweisungen mit immer höheren Beträgen begann der Broker plötzlich immer seltener und sehr ausweichend zu antworten. Der Verbraucher kann sich bis heute nicht damit abfinden, dass er einem Betrug zum Opfer gefallen ist, und hofft immer noch, seine Investition zurückzubekommen. Im Moment scheint dies jedoch unmöglich zu sein“, so Berto.<BR /><BR /><b>So schützen Sie sich vor Betrügern</b><BR /><BR />Laut EVZ sei es sehr schwer, solchen Betrügern das Handwerk zu legen, weshalb in manchen Fällen die Vorbeugung der einzige gangbare Weg sei: Um nicht zur leichten Beute von Betrügern zu werden, gibt Rebecca Berto vom Bozner Büro des EVZ Italien den Verbrauchern einige Tipps.<BR /><BR />- Lassen Sie sich nicht von Bildern anlocken, die exotische Urlaube, Sportwagen oder beträchtliche Profite zeigen: Die Profile sind wahrscheinlich gefälscht, vor allem, wenn sie vor Kurzem angelegt wurden und nur wenige Kontakte haben.<BR /><BR />- Bevor Sie aufgrund eines Beitrags in einem sozialen Netzwerk Geld überweisen, überprüfen Sie das Unternehmen: Geben Sie den Namen des Unternehmens in eine beliebige Suchmaschine ein und fügen Sie eventuell die Wörter „scams“ oder „complaint“ hinzu.<BR /><BR />- Bevor Sie Geld überweisen, sollten Sie in den Archiven der Consob (Commissione Nazionale per le Società e la Borsa) nachsehen oder sich direkt an die Consob wenden, um sich zu vergewissern, dass Sie es nicht mit einem nicht zugelassenem oder - noch schlimmer - mit einem fiktiven Online-Trader zu tun haben.<BR /><BR />- Vergewissern Sie sich vor der Überweisung, dass Sie die erforderlichen Unterlagen erhalten haben, etwa über die Merkmale der Anlage und das Risikoprofil.<BR />