Die sommerlichen Temperaturen sorgen derzeit für Hochbetrieb an Südtirols Badeseen, Flussufern und Schwimmbädern. Was als entspannter Ausflug ins kühle Nass beginnt, kann jedoch mitunter ein tragisches Ende nehmen. Das haben nicht zuletzt die tödlichen Badeunfälle am Völser Weiher und Großen Montiggler See gezeigt. Die tragischen Ereignisse sind dabei keine Einzelfälle: Auch in Österreich und Deutschland werden zum Start der Badesaison vermehrt Badeunfälle gemeldet.<h3> Niemals Wasser unterschätzen</h3>„Wasser ist ein Element, das man niemals unterschätzen darf“, warnt Fabrizio Pascotto, Vizepräsident der Südtiroler Wasserrettung. Die Ursachen von Badeunfällen seien vielfältig und könnten grundsätzlich Männer und Frauen jeden Alters treffen – unabhängig davon, ob sie geübte Schwimmer sind oder nicht. Eine entscheidende Rolle spiele jedoch der gesundheitliche Zustand. „Wenn man Vorerkrankungen hat oder sich am Badetag nicht gut fühlt, steigt das Risiko des Ertrinkens deutlich an“, erklärt Pascotto.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1327098_image" /></div> Schon wenige einfache Verhaltensregeln können jedoch dazu beitragen, Risiken deutlich zu verringern. „Am wichtigsten ist es aber, dem Spaß im Wasser mit einer gewissen Vernunft zu begegnen“, betont Pascotto. Wird beobachtet, dass jemand dennoch im Wasser in Schwierigkeiten gerät, zählt jede Sekunde. In solchen Fällen gilt es, sofort den Notruf 112 zu verständigen. „Kommt es auf der Straße zu einem medizinischen Notfall, sind die Chancen auf schnelle Hilfe oft vergleichsweise groß. Im Wasser hingegen bleibt nur ein sehr kleines Zeitfenster, um rechtzeitig eingreifen zu können“, gibt der Wasserretter zu bedenken.<BR /><BR />Die Botschaft der Wasserrettung ist deshalb klar: Vorsicht im Wasser ist entscheidend und kann im Ernstfall Leben retten. Wer seine eigenen Grenzen kennt, Warnsignale stets ernst nimmt und Rücksicht walten lässt, trägt dazu bei, das Risiko für einen Badeunfall zu verringern und nicht nur sich selbst, sondern auch andere zu schützen.<h3> Neun einfache Regeln, die Leben retten können</h3>Kälteschock vermeiden: Nach dem Sonnenbaden nicht überhastet ins Wasser springen, sondern den Körper langsam an die Wassertemperatur gewöhnen<BR /><BR />Eigene Grenzen kennen: Schwimmfähigkeit nicht überschätzen und Kräfte realistisch einschätzen<BR /><BR />Nicht alleine schwimmen: In Begleitung baden und gegenseitig aufeinander achten<BR /><BR />Kinder nicht aus den Augen lassen: Kinder sollten sich stets in Griffweite befinden<BR /><BR />Alkohol vermeiden: Alkohol beeinträchtigt die Reaktionsfähigkeit und erhöht das Risiko für Unfälle erheblich<BR /><BR />Gewässer richtig einschätzen: Auf Strömungen, kalte Wasserzonen und plötzliche Tiefen achten<BR /><BR />Nicht erschöpft ins Wasser gehen: Hitze und körperliche Erschöpfung belasten den Kreislauf zusätzlich<BR /><BR />Rettungsmittel nutzen: Bei unsicheren Bedingungen auf Bojen oder Schwimmwesten zurückgreifen<BR /><BR />Im Notfall rasch handeln: Gerät jemand in Schwierigkeiten, sofort den Notruf 112 verständigen