Montag, 06. Februar 2017

Vorsicht vor dem tödlichen Gas!

Es hat keine Farbe, ist geruchs- und geschmacklos und gerade deshalb so gefährlich: das Kohlenmonoxid (CO). Unbemerkt eingeatmet unterbindet es beim Menschen den Sauerstofftransport im Blut, was nicht selten zum Tod führen kann. Nach dem tragischen Gasautritt in einer Wohnung in Milland am Samstag, gibt die Freiwillige Feuerwehr nun Informationen zum tödlichen Gas.

Das unbemerkt austretende Kohlenstoffmonoxid hätte einer Frau und zwei Kindern in Milland am Samstag beinahe das Leben gekostet.
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Das unbemerkt austretende Kohlenstoffmonoxid hätte einer Frau und zwei Kindern in Milland am Samstag beinahe das Leben gekostet.

Eine Frau und zwei Kinder hätten am Samstag in einer Wohnung in Milland wohl ihr Leben verloren, hätte sie ihr Ehemann und Vater nicht in letzter Sekunde in bewusstlosem Zustand ins Freie gebracht und so aus den Fängen des tödlichen Gases befreit. 

In der Wohnung war aus einem defekten Heizofen nämlich unbemerkt das hochgiftige und gefährliche Kohlenmonoxid ausgetreten, das ins Blut der Bewohner vorgedrungen war, dort den Sauerstofftransport gehemmt und die Frau und die beiden Kinder zur Bewusstlosigkeit gebracht hatte.

Erst durch das Eingreifen der Feuerwehr mit ihrem Gasspürgerät konnte der Gefahrenherd schließlich ausgemacht und der Ofen ausgeschaltet werden. 

Wichtige Informationen zur Prävention

Der Fall in Milland ist leider nicht der einzige Fall einer CO-Vergiftung in Südtirol. Immer wieder bringt das giftige Gas Menschenleben in Gefahr. Um solchen Zwischenfällen vorzubeugen, fasst die Freiwillige Feuerwehr Milland nun die wichtigsten Informationen rund um das Kohlenmonoxid zusammen.

Da das Gas weder gesehen noch gerochen werden kann, sind erste Anzeichen von einem Austritt erst bei Eintritt der Vergiftung bemerkbar. So treten bei Betroffenen als erstes grippeähnliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auf, woraufhin unumgänglich der Notruf gewählt und das Gebäude verlassen werden sollte. Vor allem ist dies notwendig, wenn die Symptome bei mehreren Personen gleichzeitig auftreten.

In der Wohnung installierte Co-Melder können im Ernstfall Leben retten. 

Regelmäßig Wartungen und Installation von CO-Meldern 

Auch zur konkreten Vorbeugung hat die Feuerwehr einige Ratschläge parat. So sollten Gasthermen und Holzöfen durch einen Installateur oder Kaminkehrer regelmäßig gewartet werden. Außerdem empfiehlt sich die Anschaffung eines CO-Melders, der laufend die Luftzusammensetzung misst und bei einem erhöhten Kohlenstoff-Monoxid-Wert einen Warnton abgibt.

stol/deb

stol