<BR />Die Ferienunterkunft eigenständig im Netz zu buchen, ist heutzutage gang und gäbe. Diesen „Boom“ haben offenbar auch Kriminelle als neues Geschäftsmodell entdeckt: Betrugsmaschen mit falschen Unterkünften nehmen stark zu. <BR /><BR />Dabei nisten sich die Täter auch auf bekannten Plattformen wie „Airbnb“ oder „Booking.com“ ein oder erstellen täuschend echte Fälschungen davon. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/betrug-mit-ferienwohnung-zwei-mutmassliche-taeter-angezeigt" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Wie berichte</a>t, haben die Carabinieri erst am Mittwoch von einer Südtirolerin berichtet, die mit einer falschen Unterkunft um mehrere hundert Euro gebracht worden sein soll. <BR /><BR />Auch an das Europäische Verbraucherzentrum in Bozen haben sich in diesem Jahr schon einige Südtirolerinnen und Südtiroler gewandt, die dieser Art von Betrugsfall zum Opfer gefallen sind. Davon berichtet Barbara Klotzner, die sich um die Betrugsopfer kümmert. Grundsätzlich seien die gängigen Online-Plattformen sicher, so Klotzner. Und: Dank strenger EU-Regeln werden auch sie in die Pflicht genommen und müssen für potenzielle Schäden aufkommen. <BR /><BR />Auf der Plattform „Booking.com“ gilt etwa: Reicht man sofort Beschwerde ein, erhält man eine Ersatzunterkunft. Oder man bekommt ein Guthaben zur Verfügung gestellt, das sogar etwas höher ist als der ausgegebene Betrag, um eine neue Bleibe zu buchen. „Von dieser neuen Unterkunft gilt es, unbedingt die Rechnung aufzubewahren. Diese muss im Anschluss eingereicht werden“, betont Klotzner. Daher empfiehlt sich hier ein Hotel und nicht eine Privatunterkunft, wo meist keine Rechnung ausgestellt wird. <h3> Vorsicht vor täuschend echten Fälschungen</h3>Brenzlig wird es allerdings, wenn man die Buchung auf einer täuschend echten „Fake“-Webseite tätigt. Von diesen gibt es mittlerweile zur Genüge. Und selbstverständlich sind die offiziellen Buchungsplattformen hier nicht mehr in der Verantwortung, etwas rückzuerstatten. „Grundsätzlich gilt: Ausschließlich über die offizielle Plattform zahlen und sich nicht per WhatsApp oder anderen Kanälen zur Direktüberweisung verleiten lassen“, unterstreicht Klotzner. <BR /><BR />Um Betrügern auf den offiziellen Portalen auf die Schliche zu kommen, gibt es ebenso einige gute Ratschläge. Etwa sollten stets Bewertungen und Kommentare gecheckt werden. „Ist eine Unterkunft neu und hat kaum bzw. gar keine Bewertungen, besser erst mal skeptisch bleiben“, sagt Klotzner. Dasselbe gilt bei verdächtig niedrigen Preisen. <BR /><BR />Über Kartendienste wie „Google Maps“ kann man die angegebene Adresse auf die Unterkunft checken. Mit der „umgekehrten Bildersuche“ von Google lässt sich indes herausfinden, ob die Fotos der Unterkunft bereits auf anderen Webseiten aufscheinen. <BR /><BR />„Falls ja, kann das darauf hindeuten, dass sie bloß gestohlen wurden“, so Klotzner. So bequem eine Buchung im Netz auch ist, gilt es trotzdem, auf der Hut zu bleiben. Die Betrugsfälle werden nämlich nicht nur mehr. Die Täter werden immer dreister.