Dem 26-Jährigen aus Pakistan wurde ursprünglich zur Last gelegt, dass er im Februar 2023 begonnen habe, die Geschwister – auch sie stammen aus einer pakistanischen Familie – zu stalken. Er habe sie zwei- bis dreimal pro Woche auf dem Weg zur Schule und auf ihrem Weg nach Hause verfolgt oder sie an verschiedenen Orten zwischen ihrem Zuhause und der Bushaltestelle abgepasst. <BR /><BR />Manchmal sei er sogar mit in den Bus eingestiegen und habe den Bruder beobachtet. Er soll ihm auch gedroht haben: Wenn er nicht besser auf seine Schwester aufpasse, werde er sie entführen. Der 26-Jährige soll auch gegenüber der 15-Jährigen selbst erklärt haben, dass er sowohl sie als auch ihre jüngere Schwester entführen werde. Den Vater der Jugendlichen habe der Mann laut Anklagesatz beschimpft und ihn auch in einer Bar bedroht. <BR /><BR />Die einzelnen Episoden wurden vom Gericht als fortgesetzte strafbare Handlung eingestuft. Das im Rahmen des Vergleichs abgesegnete Strafmaß – zehn Monate Haft – wurde zur Bewährung ausgesetzt, auch weil der Mann unbescholten ist. Der Besuch eines erzieherischen Programmes gegen geschlechtsspezifische Gewalt, den ihm das Gericht auferlegt hat, ist für ihn aber verpflichtend. Nachdem der Angeklagte insgesamt 20.000 Euro an die Geschädigten überwiesen hatte, hatten sich diese als Nebenkläger aus dem Strafverfahren zurückgezogen.